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ATAAC 2026 in Zagreb: sechs Poster in Kürze

Die sechs Poster von Lars Tiedemann und Nele Diercks, kurz zusammengefasst – in Ihrer Sprache.

Worum es geht

Auf der Konferenz ATAAC 2026 in Zagreb zeigen der Autor Lars Tiedemann und die Autorin Nele Diercks sechs Poster. Die Konferenz findet am 21. und 22. Oktober 2026 im Veranstaltungszentrum Mozaik Event Center statt. Die Poster stellen Apps und Seitensets für die Unterstützte Kommunikation vor. Man bedient sie mit den Augen, mit Touch, mit einem Taster oder mit der Maus.

Der erste Autor, Lars Tiedemann, ist Diplom-Heilpädagoge und zertifizierte Fachkraft für Unterstützte Kommunikation.

Die zweite Autorin, Nele Diercks, ist Expertin in eigener Sache: Sie kennt Unterstützte Kommunikation aus ihrem eigenen Leben. Sie spricht mit einem Sprachcomputer, den sie mit den Augen steuert. Im Ehrenamt ist sie Referentin der Gesellschaft für Unterstützte Kommunikation (GesUK), des Fachverbands für Unterstützte Kommunikation im deutschsprachigen Raum.

Offenlegung: Lars Tiedemann, der erste Autor der Poster, hat alle gezeigten Apps entwickelt. DigitalMusic, PartnerTo, GazeTo und DigitalPainters sind kostenlos. Die Seitensets von TwinTalk sind Teil der kostenpflichtigen AssistUK-Lizenz.

In Zagreb gibt es eine Konferenz.
Sie heißt ATAAC 2026.
Sie ist am 21. und 22. Oktober 2026.
Lars Tiedemann und Nele Diercks zeigen dort 6 Poster.
Auf den Postern stehen Apps für die Unterstützte Kommunikation.

Der erste Autor heißt Lars Tiedemann.
Er hat die Apps entwickelt.
Die zweite Autorin heißt Nele Diercks.
Sie ist Expertin in eigener Sache.
Das heißt: Sie kennt Unterstützte Kommunikation aus ihrem eigenen Leben.
Nele Diercks spricht mit den Augen.
Sie benutzt dafür einen Sprachcomputer.

Poster 1: DigitalMusic – Musik machen ohne Hände

Gemeinsam Musik zu machen heißt: zusammen hinhören und sich abwechseln. Fast jedes Instrument braucht dafür aber zwei Hände. DigitalMusic läuft im Browser und nimmt Blicksteuerung, Touch, Maus, Tastatur und einen einzelnen Taster gleichberechtigt an. Es gibt 25 Instrumente in vier Familien und 11 Spielflächen – von der ganzen Klaviatur bis zu einem Kreis, der für den Blick gebaut ist. Ein Ton klingt, sobald der Blick ankommt; nur die Menüs brauchen eine Verweilzeit. Die Grundeinstellung ist pentatonisch, deshalb klingt kein Ton falsch. Mehrere Menschen können an mehreren Geräten zusammen spielen; dafür reicht ein vierstelliger Code. Man braucht keine Installation und kein Konto.

Die App DigitalMusic ist ein Werkzeug für Kunst und Teilhabe – keine Therapie und kein Medizinprodukt.

Selbst ausprobieren: digitalmusic.assistuk-apps.net

Mit DigitalMusic machen Sie Musik.
Sie brauchen dafür keine Hände.
Sie spielen mit den Augen, mit dem Finger oder mit einem großen Knopf.
Es gibt 25 Instrumente.
Kein Ton klingt falsch.
Mehrere Menschen können zusammen spielen.
DigitalMusic kostet nichts.

digitalmusic.assistuk-apps.net

Poster 2: PartnerTo – Training für Kommunikationspartner:innen

Das Training von Gesprächspartner:innen gehört zu den am besten belegten Ansätzen in der Unterstützten Kommunikation. Es erreicht aber selten die Menschen, die den Tag mit einer unterstützt kommunizierenden Person verbringen: Eltern, Geschwister, Schulbegleitungen und Assistenzkräfte. PartnerTo bringt ein Training in einfacher Sprache auf das eigene Handy – offline, ohne Konto und ohne Server. Es hat 8 Bausteine. Jeder Baustein hat dieselben 6 Karten: Wissen, Frage, Übung, Rollenspiel, Aufgabe und Test. Im Perspektivwechsel baut man selbst einen Satz im echten Tempo einer Kommunikationshilfe – einmal mit einem Gegenüber, das unterbricht, und einmal mit einem, das wartet. Nach 90 Tagen schlägt PartnerTo eine kurze Auffrischung vor.

Selbst ausprobieren: partnerto.assistuk-apps.net

Die App PartnerTo ist ein Training für Gesprächspartner.
Zum Beispiel für Eltern, Geschwister und Assistenzkräfte.
Sie lernen: Wie spreche ich gut mit einem Menschen mit Sprachcomputer?
Das Training ist in einfacher Sprache.
Es läuft auf dem eigenen Handy.
Sie brauchen kein Konto.
PartnerTo kostet nichts.

partnerto.assistuk-apps.net

Poster 3: GazeTo – Blicksteuerung lernen in sieben Stufen

Wer die Blicksteuerung lernt, braucht viele kleine Schritte und viel Übungsmaterial. GazeTo ist eine kostenlose App im Browser mit 229 Aktivitäten in sieben Stufen: Entdecken, Erkunden, Finden, Wählen, Steuern, Anwenden und Meistern. Sie reichen vom ersten Erlebnis „Mein Blick bewirkt etwas“ bis zum Schachspiel. Die Stufen helfen beim Auswählen; sie sind keine Leiter, die man der Reihe nach hinaufsteigen muss. Dieselben Aktivitäten laufen mit Augensteuerung, Maus, Touch oder einem Taster. 8 Bausteine zur Beobachtung vergleichen eine Person mit sich selbst – ohne Normen und ohne Bestehen oder Nichtbestehen. Die Oberfläche gibt es in 101 Sprachen. Alle Daten bleiben auf dem Gerät.

Selbst ausprobieren: gazeto.assistuk-apps.net

Mit GazeTo üben Sie, einen Computer mit den Augen zu steuern.
Es gibt 229 Spiele und Übungen.
Sie sind in 7 Stufen geordnet.
Am Anfang ist es ganz leicht.
Am Ende können Sie Schach spielen.
GazeTo kostet nichts.

gazeto.assistuk-apps.net

Poster 4: TwinTalk – ein Gerät, zwei Sprachen

Familien hören noch immer den Rat, die Familiensprache aufzugeben. Die Forschung stützt diesen Rat nicht. In der Unterstützten Kommunikation ist das Gerät der Wortschatz: Ein einsprachiges Gerät nimmt einem Kind still seine Zweisprachigkeit. TwinTalk baut zweisprachige Seitensets für Grid (Windows und iPad). In der Navigationszeile jeder Seite steht ein Schalter für die Sprache, und jede Taste bleibt in beiden Sprachen an ihrem Platz. Die Datenbank umfasst 7.593 Konzepte in 38 Sprachen. 14 dieser Sprachen hat ein Übersetzungsbüro geprüft. Maschinelle Übersetzung bringt Breite, aber keine Qualität. Jede Sprache muss deshalb von Menschen geprüft werden, die sie als Erstsprache sprechen, bevor sie eine Familie erreicht.

Die Seitensets für Grid sind Teil der AssistUK-Lizenz. Es gibt sie für Deutschland, Österreich und die Schweiz, über die Firma REHAVISTA und deren Partnerfirmen. Das Handbuch und der Kurs sind kostenlos.

Mehr erfahren: TwinTalk auf dieser Website

Viele Familien sprechen zu Hause 2 Sprachen.
TwinTalk macht Seiten für den Sprachcomputer in 2 Sprachen.
Mit einem Knopf wechseln Sie die Sprache.
Jedes Wort bleibt an seinem Platz.
TwinTalk gibt es für das Programm Grid.
TwinTalk kostet Geld.
Es ist Teil der AssistUK-Lizenz.

Mehr über TwinTalk

Poster 5: Barrierefrei durch Architektur

Fast jede barrierefreie Web-App erfindet dieselben drei Dinge neu: die Auswahl durch Verweilen mit dem Blick, das Scannen mit einem Taster und die Übersetzung in viele Sprachen. Die Apps von AssistUK teilen sich eine gemeinsame Schicht für das Verweilen, mit vier Anzeigestilen und einstellbarer Zeit. Ein Skript überträgt sie in alle Apps und meldet Kopien, die davon abweichen. Übersetzt wird beim Bauen der Apps, nicht während der Nutzung. Dabei sind Platzhalter und Eigennamen geschützt; so erreichen einzelne Apps bis zu 101 Sprachen. Noch nicht gemeinsam ist das Scannen mit einem Taster: Es gibt dafür sechs getrennte Umsetzungen. Der ehrliche Stand: Zwei der Regeln auf dem Poster haben Tests, die von Hand laufen. Keine wird bisher vor jeder Veröffentlichung automatisch geprüft.

Alle Apps an einem Ort: assistuk-apps.net

Alle unsere Apps haben etwas gemeinsam.
Sie funktionieren mit den Augen.
Sie wählen etwas aus, wenn Sie lange genug hinschauen.
Das funktioniert in allen Apps gleich.
Viele Apps gibt es in vielen Sprachen.
Manches bauen wir noch.

assistuk-apps.net

Poster 6: DigitalPainters – Kunst mit den Augen, mit einem Schalter oder per Touch

„Jeder Mensch ein Künstler“, sagte der deutsche Künstler Joseph Beuys. Das ist leicht gesagt, wenn jemand keinen Pinsel halten kann. DigitalPainters ist eine kostenlose Plattform im Browser mit mehr als 200 Apps und Stilen, 240 davon direkt wählbar: Pinsel und Stempel, generatives und fließendes Malen, Marmorieren, Kalligrafie, Mosaik, Malen mit Licht und 9 Werkzeuge zum Bildhauen in 3D. Dort bearbeitet der ruhende Blick das Material selbst. Es funktioniert mit Augensteuerung, Maus, Touch, einem Taster oder mit der Hand vor der Webcam.

Die Künstlerin, der Künstler im Bild: Ein Selbstporträt kann Teil des Werks werden. Die Kamera löst aus, wenn der Blick auf dem Auslöser verweilt, nach einem Countdown von drei Sekunden. Elf Kunstfilter lassen sich kombinieren. Das Porträt sitzt rund in der Ecke wie eine Signatur – oder als Hintergrund, über den das Bild wächst. Das Foto verlässt den Browser nie, und die Kamera schaltet sich direkt nach dem Foto ab. Der Grund: Mit den Augen gemalte Kunst versteckt ihre Urheberin oder ihren Urheber leicht hinter der Technik. Das Selbstporträt macht sichtbar, wer das Werk geschaffen hat.

Online-Galerie: Fertige Bilder können in eine öffentliche Online-Galerie. Bei jedem Hochladen wird neu um Einwilligung gefragt, und jedes Bild lässt sich jederzeit wieder löschen. Aus der Galerie lassen sich Bilder speichern und drucken – auf Wunsch mit QR-Code, Namen und Datum – und per Link, per QR-Code oder auf der eigenen Website teilen.

Die App DigitalPainters ist ein Werkzeug für Kunst und Teilhabe, keine Kunsttherapie: Es bewertet nicht, es deutet keine Bilder und es verspricht keine Heilung. Es geht um das Werk und um die Person, die es geschaffen hat.

Selbst ausprobieren: dp3.assistuk-apps.net

Mit DigitalPainters malen Sie Bilder.
Sie brauchen dafür keinen Pinsel.
Sie malen mit den Augen, mit dem Finger oder mit einem großen Knopf.
Es gibt 240 Arten zu malen.
Sie können auch in 3D gestalten.
Sie können ein Foto von sich in das Bild setzen.
Die Kamera geht nach dem Foto sofort wieder aus.
Sie können Ihr Bild in eine Galerie im Internet stellen.
Das geht nur, wenn Sie Ja sagen.
Sie können das Bild jederzeit wieder löschen.
Sie können das Bild drucken und teilen.
DigitalPainters ist für Kunst.
Es ist keine Therapie.
DigitalPainters kostet nichts.

dp3.assistuk-apps.net

Zu den Sprachen dieser Seite

Die Poster selbst sind auf Englisch. Diese Seite fasst sie kurz zusammen. Der Text ist auf Deutsch geschrieben; alle anderen Sprachen hat eine Maschine übersetzt (DeepL). Diese Übersetzungen hat niemand Satz für Satz geprüft. Die Sprache können Sie oben auf der Seite wechseln.

Die Poster sind auf Englisch.
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