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SceneTalk

Kommunikation mit echten Szenenbildern — antippbare oder per Blick aktivierbare Bereiche in vertrauten Fotos

Für Grid 3 & Grid for iPad Augensteuerung & Touch Offline nutzbar Kostenlos nutzbar
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Läuft im Browser sowie in Grid 3 und Grid for iPad. Die Nutzung ist kostenlos; für Grid gibt es ein fertiges Seitenset über REHAVISTA und deren Partnerfirmen.

Was ist SceneTalk?

SceneTalk ist eine App für die Kommunikation mit Szenenbildern (englisch: Visual Scene Displays, VSD). Statt einzelner Symbole in einem Raster nutzt SceneTalk echte Fotos aus dem Alltag: das eigene Kinderzimmer, ein Familienfoto, der Spielplatz, der Frühstückstisch.

In diese Fotos werden Hotspots gelegt – antippbare oder per Blick aktivierbare Bereiche auf Personen, Gegenständen und Orten. Wer einen Bereich auswählt, hört das passende Wort oder einen Satz. So wird aus einem vertrauten Bild eine sprechende Kommunikationsseite.

Szenenbilder sind in der Forschung zur Unterstützten Kommunikation besonders für Kommunikationsanfänger:innen bewährt: Der Kontext des Fotos macht die Bedeutung sofort verständlich und schafft natürliche Gesprächsanlässe.

SceneTalk ist eine App zum Reden mit Bildern.
Man macht ein Foto. Zum Beispiel vom Zimmer.
Auf dem Foto kann man Bereiche antippen.
Oder man schaut sie mit den Augen an.
Dann hört man ein Wort oder einen Satz.
So wird ein Foto zur Sprache.

So funktioniert es

  1. Foto aufnehmen oder importieren – mit der Kamera oder aus der Bildergalerie.
  2. Hotspots setzen – Bereiche auf dem Foto markieren (rechteckig oder als frei gezeichnete Form).
  3. Sprache hinterlegen – eine eigene Audio-Aufnahme oder Text-to-Speech (Vorlesestimme) pro Hotspot.
  4. Sofort kommunizieren – im Wiedergabe-Modus wird bei Auswahl das Wort gesprochen.

Szenen lassen sich untereinander verknüpfen: Ein Hotspot kann zu einer weiteren Szene führen – so entsteht ein navigierbares Kommunikationsbuch aus Fotos.

So benutzt man SceneTalk:
1. Ein Foto machen.
2. Bereiche auf dem Foto markieren.
3. Zu jedem Bereich ein Wort aufnehmen oder schreiben.
4. Fertig: Jetzt kann man mit dem Foto reden.
Bilder kann man auch verbinden.
So wird ein ganzes Buch aus Fotos.

Funktionen im Überblick

  • Augensteuerung und Touch: Hotspots lassen sich per Blick (Dwell/Verweilzeit) oder durch Antippen aktivieren.
  • Sichtbarkeit der Hotspots: deutlich, dezent oder unsichtbar – je nach Förderziel und Erfahrung der Person.
  • Beschriftungen ein-/ausblendbar: Wortlabels können angezeigt oder ausgeblendet werden.
  • Audio oder Vorlesestimme: echte Aufnahmen (vertraute Stimmen!) oder Text-to-Speech.
  • Verknüpfte Szenen: Navigation von Foto zu Foto.
  • Verstärkersystem (Token Economy): optional zuschaltbare motivierende Rückmeldung – gesammelte Tokens führen zu einer Belohnung. Die Kommunikation selbst wird nicht an Belohnungen geknüpft. Hilfreich im Aufbau von Motivation und Selbstwirksamkeit.
  • Raster in freier Größe: neben Foto-Szenen einfache Felder-Raster – Zeilen und Spalten frei wählbar (1 bis 10 × 1 bis 16), mit eigener Farbe, eigenem Bild und eigener Sprache je Feld.
  • Text im Feld gestalten: Wort über oder unter dem Symbol, links, mittig oder rechts, vier Schriften, vier Größen, eigene Schriftfarbe und auf Wunsch ein Kasten hinter dem Text – damit die Beschriftung auch auf einem unruhigen Bild lesbar bleibt.
  • Mehrere Felder auf einmal: mit gedrückter Maustaste einen Rahmen ziehen oder mit Strg einzeln dazunehmen – Farbe, Bild und Textgestaltung gelten dann für alle ausgewählten Felder.
  • Eigene Bilder-Sammlungen: ein Ordner vom eigenen Gerät wird zur durchsuchbaren Symbolsammlung – so lässt sich eine bereits vorhandene Symbolsammlung weiterverwenden. Die Bilder bleiben auf dem Gerät.
  • Ein Taster: Leertaste oder Enter spricht die wichtigste Aussage der Szene – die digitale Entsprechung des einen großen Tasters.
  • Vollbild: zuschaltbar, wo das Gerät es zulässt; als eingerichtete App startet SceneTalk ohnehin ohne Browserleisten.
  • Offline: nach dem ersten Laden vollständig ohne Internet nutzbar – ideal für Einrichtungen.

Das kann SceneTalk:
Mit den Augen oder mit dem Finger steuern.
Bereiche zeigen oder verstecken.
Eigene Stimme aufnehmen.
Oder eine Computer-Stimme nutzen.
Bilder miteinander verbinden.
Man kann Tokens sammeln.
Das ist freiwillig.
Es gibt auch Raster mit Feldern.
Sie können Ihre eigenen Bilder benutzen.
Sie können bestimmen, wie die Schrift aussieht.
Und mehrere Felder auf einmal ändern.
Man kann auch mit einer Taste spielen.
Ohne Internet benutzen.

Für wen ist SceneTalk?

SceneTalk richtet sich an Menschen mit komplexem Kommunikationsbedarf und ihre Kommunikationspartner – insbesondere an Kommunikationsanfänger:innen, für die der Einstieg über ein Symbolraster zu abstrakt ist. Der vertraute Foto-Kontext senkt die Einstiegshürde deutlich.

Szenenbilder eignen sich u. a. für Kinder im frühen Spracherwerb, Menschen im Autismus-Spektrum, nach Schlaganfall (Aphasie) oder Hirnverletzung sowie für alle, die von einem konkreten, bildhaften Einstieg in die Unterstützte Kommunikation profitieren.

SceneTalk ist gut für viele Menschen.
Besonders für Menschen, die neu mit Unterstützter Kommunikation starten.
Echte Fotos sind leichter zu verstehen.
Zum Beispiel für Kinder.
Oder nach einem Schlaganfall.

SceneTalk und kommunikative Kompetenz

Im Modell der kommunikativen Kompetenz nach Janice Light spricht SceneTalk vor allem die linguistische und die soziale Kompetenz an: Sprache wird in einem bedeutungsvollen Kontext angeboten, und die Fotos schaffen echte Gesprächsanlässe zwischen Nutzer:in und Kommunikationspartner.

Gemeinsam mit den Vokabularen der Smartbox-Grid-Familie und den Apps von AssistPlay entsteht so ein durchgängiges UK-Angebot – vom ersten Blickkontakt bis zur freien Schriftsprache.

SceneTalk hilft beim Reden mit Bildern.
Es passt gut zu den anderen AssistUK-Programmen.
Zusammen helfen sie bei guter Kommunikation.

Warum Szenen funktionieren, wem sie helfen und wo das Raster besser bleibt – die fachliche Grundlage hinter SceneTalk steht als Grundlagentext bereit: „Das Bild, das den Satz schon kennt“ (PDF).

Es gibt einen längeren Text zum Herunterladen.
Er erklärt, warum Fotos beim Sprechen helfen.

Interaktionsspiele im Browser

Interaktionsspiele sind die früheste Form gemeinsamer Kommunikation: ein Ablauf, der sich wiederholt, und mittendrin eine Pause an der spannendsten Stelle. Diese Lücke verlangt nach einer Antwort – und die kann ein Blick sein, ein Laut, ein Lächeln oder eben ein Feld auf dem Bildschirm.

Das Paket „Agismus · Interaktionsspiele“ bringt fünf solcher Spiele fertig mit: Kitzelmonster, Kniereiter, Kuckuck, Seifenblasen und Schwungtuch. Jede Szene zeigt ein Foto der Spielsituation, darunter stehen drei Felder: noch mal, stopp und auch. Sie sind in jeder Szene an derselben Stelle – Wörter ziehen nicht um.

Zu jedem Spiel gehört eine kurze Anleitung für das Umfeld: der Ablauf in drei Sätzen, die Stelle für die Pause und die drei Grundsätze – jedes Signal zählt als Antwort, selbst mitdrücken statt abfragen, warten aushalten. Auf Wunsch in Einfacher Sprache.

Wortlaut, Reihenfolge und Farben der Felder entsprechen dem Grid-Vokabular Agismus. Wer später mit Grid versorgt wird, findet dort dieselben Felder wieder – nur reicher. Wer noch kein Gerät hat, kann heute anfangen: im Browser, kostenlos, ohne Konto.

Bedienbar mit Berührung, Augensteuerung und einem Taster (Leertaste oder Enter spricht „noch mal“). Eigene Fotos ersetzen die mitgelieferten jederzeit – das eigene Spiel wirkt am stärksten.

Das Spiel Schwungtuch in SceneTalk: oben ein Foto von zwei Menschen, die ein Tuch halten, darunter drei Felder mit den Wörtern noch mal, stopp und auch
Oben das Foto der Spielsituation, darunter die feste Leiste. Grün, rot, blau – in jedem Spiel an derselben Stelle.

Interaktionsspiele öffnen

Es gibt 5 fertige Spiele.
Zum Beispiel Kitzeln, Kuckuck oder Seifenblasen.
Man spielt zusammen mit einem anderen Menschen.
Mitten im Spiel macht man eine Pause.
Dann kann die andere Person etwas sagen.
Auf dem Bildschirm sind 3 Felder:
noch mal, stopp und auch.
Die Felder sind immer an der gleichen Stelle.
Zu jedem Spiel gibt es eine kurze Anleitung.

Geführter Kurs

Der geführte Kurs „Mit Szenenbildern kommunizieren“ geht in acht Einheiten durch den Einsatz visueller Szenen: was sie sind, warum sie wirken, was die Forschung wirklich zeigt, wie gute Szenen aussehen, für wen sie der richtige Anfang sind – und wo das Raster besser bleibt. Kostenlos, ohne Anmeldung, am Ende eine Teilnahmebestätigung zum Ausdrucken.

Zum Kurs: Mit Szenenbildern kommunizieren

Wer lieber nachschlägt: Die bebilderte Anleitung führt Schritt für Schritt durch die App – von der ersten Szene über Ordner und Einstellungen bis zur Datensicherung und zum Seitenset in Grid. Anleitung SceneTalk (PDF, 19 Seiten). Sie erklärt auch die Interaktionsspiele, die eigenen Bilder-Sammlungen und die Gestaltung der Raster.

Es gibt einen Kurs über Szenen-Bilder.
Der Kurs hat 8 Einheiten.
Er ist kostenlos.
Es gibt auch eine Anleitung mit Bildern zum Ausdrucken.

SceneTalk nutzen

SceneTalk ist frei nutzbar – im Browser, als installierbare App und in Grid 3 (Windows) sowie Grid for iPad. Für Grid gibt es ein fertiges Seitenset über REHAVISTA und deren Partnerfirmen.

SceneTalk ist kostenlos.
Es läuft im Browser.
Es läuft auch in Grid auf dem iPad und am Computer.
REHAVISTA und Partner-Firmen beraten Sie gerne.

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