1. Weil ein Gespräch nicht wartet
Das ist der Grund, den alle kennen, und er ist trotzdem der schwächste von dreien – denn Tempo allein macht noch kein gutes Gespräch. Wichtig ist er, weil ein Gespräch ein gemeinsamer Vorgang ist: Wer lange sucht, verliert nicht nur Zeit, sondern oft auch den Moment, in dem der Beitrag hingehört hätte. Der Witz kommt, wenn niemand mehr lacht. Die Nachfrage kommt, wenn das Thema gewechselt ist.
2. Weil Aufmerksamkeit nur einmal da ist
Das ist der eigentliche Grund. Wer sucht, denkt ans Suchen. Wer nicht sucht, denkt an das, was er sagen will. Ein Weg, der sich eingeprägt hat, läuft ohne bewusste Steuerung ab – und gibt genau die Aufmerksamkeit frei, die man braucht, um einen Satz zu bauen, sich an ein Wort zu erinnern oder dem Gegenüber zuzuhören.
Deshalb ist Positionslernen keine Frage der Geschwindigkeit, sondern eine Frage der Kapazität. Es verändert nicht, wie schnell jemand ein Wort findet, sondern womit er sich währenddessen beschäftigt.
3. Weil Positionswissen der Person gehört
Alles, was jemand an einem Vokabular lernt, gilt zunächst nur für dieses Vokabular. Wechselt das Gerät, der Anbieter oder die Rastergröße, ist der Lernstand entwertet – nicht der Wortschatz, aber der Weg dorthin.
Das ist der unangenehme Teil, und er führt zur wichtigsten Unterscheidung dieses Textes: Positionswissen ist nur dann wirklich Eigentum der Person, wenn die Ordnung dahinter übertragbar ist. Wo Felder nach einer hausgemachten Logik liegen, ist das Wissen an den Hersteller gebunden. Wo sie einer Ordnung folgen, die es auch außerhalb gibt – dem Alphabet zum Beispiel –, geht das Wissen mit.
Grund 1: Ein Gespräch wartet nicht.
Wenn Sie lange suchen,
ist das Thema schon vorbei.
Grund 2: Sie können nur an eine Sache denken.
Wenn Sie suchen, denken Sie ans Suchen.
Wenn Sie nicht suchen,
denken Sie an das, was Sie sagen wollen.
Das ist der wichtigste Grund.
Grund 3: Das Wissen gehört Ihnen.
Aber nur, wenn es auch woanders gilt.
Zum Beispiel das ABC.
Das ABC ist überall gleich.