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Positionslernen: Wenn der Platz das Wort ist

Von Lars Tiedemann, Dipl. Heilpädagoge · Stand:

Transparenzhinweis: AssistUK entwickelt selbst Vokabulare, die auf festen Positionen aufbauen – unter anderem Scripo Anchor. Dieser Text nennt sie als Beispiel und beziffert auch, wo sie an Grenzen stoßen. Alle Messwerte zu eigenen Vokabularen sind mit den Werkzeugen des Projekts nachgerechnet; gemessene Vokabulare anderer Anbieter werden nicht namentlich genannt. Die Einordnung ist eine fachliche Einschätzung des Autors auf Basis der unten zitierten Literatur.

Wichtig zu wissen:
AssistUK macht selbst solche Vokabulare.
Wir schreiben hier auch, was daran schwierig ist.

Worum es geht

Wer ein Wort auf einer Kommunikationsoberfläche sucht, kann es auf zwei Arten finden: lesen, was dasteht – oder wissen, wo es steht. Der erste Weg beginnt jedes Mal von vorn. Der zweite wird mit jeder Wiederholung kürzer, bis er gar keine Suche mehr ist.

Positionslernen nennt man das Zweite: Die Stelle selbst wird zum Träger der Bedeutung. Nicht das Bild auf dem Feld führt zum Wort, sondern die Erinnerung daran, wohin die Hand oder der Blick gehen muss. Das Wort „ich" ist dann nicht „das Feld mit der Person darauf", sondern „oben links".

Diese Art zu lernen ist nichts Besonderes und nichts Neues. Sie ist der Grund, warum wir auf einer Tastatur schreiben können, ohne hinzusehen, warum wir den Lichtschalter im Dunkeln finden und warum der Griff zum Autoschlüssel keine Entscheidung mehr ist. In der Unterstützten Kommunikation ist sie nur ungleich wichtiger – weil dort jede Sekunde und jeder Gedanke, der fürs Suchen draufgeht, beim Sagen fehlt.

Sie suchen ein Wort auf dem Gerät.
Dafür gibt es zwei Wege.

Weg 1: Sie schauen sich alle Bilder an.
Sie suchen das richtige Bild.
Das dauert jedes Mal gleich lang.

Weg 2: Sie wissen, wo das Wort ist.
Sie greifen einfach hin.
Das geht immer schneller.

Weg 2 heißt: Positionslernen.
Der Platz ist dann so wichtig wie das Bild.

Suchen Jeder Versuch kostet dasselbe 1. Mal 10. Mal 50. Mal 200. Mal Positionswissen Der Weg wird kürzer und automatisch 1. Mal 10. Mal 50. Mal 200. Mal Schematische Darstellung. Der Vorteil entsteht nur, wenn das Feld tatsächlich stehen bleibt – wandert es, fängt die rechte Seite wieder bei der linken an.
Der Unterschied ist kein Tempoverlust, sondern ein anderer Vorgang: Suchen bleibt Suchen, Positionswissen wird zur Bewegung.

Warum das wichtig ist

1. Weil ein Gespräch nicht wartet

Das ist der Grund, den alle kennen, und er ist trotzdem der schwächste von dreien – denn Tempo allein macht noch kein gutes Gespräch. Wichtig ist er, weil ein Gespräch ein gemeinsamer Vorgang ist: Wer lange sucht, verliert nicht nur Zeit, sondern oft auch den Moment, in dem der Beitrag hingehört hätte. Der Witz kommt, wenn niemand mehr lacht. Die Nachfrage kommt, wenn das Thema gewechselt ist.

2. Weil Aufmerksamkeit nur einmal da ist

Das ist der eigentliche Grund. Wer sucht, denkt ans Suchen. Wer nicht sucht, denkt an das, was er sagen will. Ein Weg, der sich eingeprägt hat, läuft ohne bewusste Steuerung ab – und gibt genau die Aufmerksamkeit frei, die man braucht, um einen Satz zu bauen, sich an ein Wort zu erinnern oder dem Gegenüber zuzuhören.

Deshalb ist Positionslernen keine Frage der Geschwindigkeit, sondern eine Frage der Kapazität. Es verändert nicht, wie schnell jemand ein Wort findet, sondern womit er sich währenddessen beschäftigt.

3. Weil Positionswissen der Person gehört

Alles, was jemand an einem Vokabular lernt, gilt zunächst nur für dieses Vokabular. Wechselt das Gerät, der Anbieter oder die Rastergröße, ist der Lernstand entwertet – nicht der Wortschatz, aber der Weg dorthin.

Das ist der unangenehme Teil, und er führt zur wichtigsten Unterscheidung dieses Textes: Positionswissen ist nur dann wirklich Eigentum der Person, wenn die Ordnung dahinter übertragbar ist. Wo Felder nach einer hausgemachten Logik liegen, ist das Wissen an den Hersteller gebunden. Wo sie einer Ordnung folgen, die es auch außerhalb gibt – dem Alphabet zum Beispiel –, geht das Wissen mit.

Grund 1: Ein Gespräch wartet nicht.
Wenn Sie lange suchen,
ist das Thema schon vorbei.

Grund 2: Sie können nur an eine Sache denken.
Wenn Sie suchen, denken Sie ans Suchen.
Wenn Sie nicht suchen,
denken Sie an das, was Sie sagen wollen.
Das ist der wichtigste Grund.

Grund 3: Das Wissen gehört Ihnen.
Aber nur, wenn es auch woanders gilt.
Zum Beispiel das ABC.
Das ABC ist überall gleich.

Was Positionswissen zerstört

Positionslernen ist leicht zu zerstören, und meistens geschieht es in bester Absicht – jede der folgenden Funktionen ist als Hilfe gemeint.

Wortvorhersage

Sie schlägt nach jedem Buchstaben andere Wörter vor. Dasselbe Feld trägt dadurch bei jedem Anschlag etwas anderes – ein Platz, den man sich merken könnte, entsteht gar nicht erst. Schon Koester und Levine (1996) zeigten, dass die gesparten Anschläge sich nicht von selbst in gesparte Zeit übersetzen: Das Absuchen der Vorschlagsliste kostet, was das Tippen gespart hat.

Nachrücken

Wenn leere Felder geschlossen werden und der Rest aufrückt, verschiebt jedes fehlende Wort alle folgenden. Die Oberfläche sieht aufgeräumter aus – und ist für das Gedächtnis unbrauchbar geworden.

Zuletzt benutzt zuerst

Eine Sortierung nach Häufigkeit, die sich mitbewegt, macht häufige Wörter leichter erreichbar – aber nur, solange man sie sucht. Wer sie schon findet, wird ausgebremst: Sein Platz ist weg.

Der Rasterwechsel

Der größte Einschnitt, und der am häufigsten unterschätzte. Von 40 auf 60 Felder umzustellen heißt nicht, dass zwanzig Felder dazukommen – es heißt, dass fast alles woanders liegt. Wie viel genau, steht weiter unten.

Gut gemeintes Aufräumen

Ein Wort, das niemand benutzt, wird gelöscht. Ein neues kommt an eine freie Stelle. Nach einem halben Jahr stimmt die Hälfte der Wege nicht mehr – ohne dass irgendjemand eine Entscheidung getroffen hätte.

Zwei Geräte, zwei Anordnungen

Ein Tablet für unterwegs, eine Papiertafel für die Badewanne, eine Tafel in der Schule. Tragen sie verschiedene Anordnungen, lernt die Person drei Systeme statt eines – und keines davon richtig.

Daraus folgt kein Verbot. Wortvorhersage hilft manchen Menschen sehr, und ein Rasterwechsel ist manchmal genau das Richtige. Es folgt nur eine Nüchternheit: Jede dieser Funktionen kauft etwas und bezahlt mit Positionswissen. Wer weiß, was der Preis ist, kann ihn bewusst zahlen.

Manche Dinge machen Positionslernen kaputt:

• Das Gerät schlägt Wörter vor.
Dann steht jedes Mal etwas anderes da.

• Leere Felder werden weggenommen.
Dann rutscht alles nach oben.

• Das Raster wird größer oder kleiner.
Dann ist fast alles woanders.

• Jemand räumt auf und verschiebt Wörter.

Das ist nicht immer schlecht.
Aber es kostet etwas.
Man sollte es vorher wissen.

Was die Forschung zeigt

Zur Frage „hilft ein fester Platz?" gibt es keine einzelne große Studie, die alles beantwortet. Es gibt aber mehrere Befunde, die in dieselbe Richtung zeigen – und einen, der zur Vorsicht mahnt.

Die Anordnung wirkt stärker als das Aussehen

Thistle und Wilkinson (2017) ließen 52 Kinder auf einem Raster Sätze zusammensetzen. Ordnete man die Felder nach Wortarten, waren die Kinder signifikant schneller. Die Hintergrundfarbe der Felder hatte dagegen keinen systematischen Effekt. Das ist der nüchternste verfügbare Hinweis darauf, dass wo etwas liegt mehr wiegt als wie es aussieht.

Layout und Organisation sind lernbar – und unterschiedlich schwer

Drager und Kolleginnen (2003, 2004) und Light und Kolleginnen (2004) untersuchten, wie gut sehr junge Kinder mit verschiedenen Anordnungen zurechtkommen. Die Ergebnisse unterscheiden sich je nach Alter und System, aber sie teilen eine Grundaussage: Die Anordnung ist kein neutraler Rahmen um den Wortschatz herum, sondern selbst ein Teil dessen, was gelernt werden muss.

Geordnetes Material lässt sich halbieren statt absuchen

Wer in einer ungeordneten Liste sucht, muss sie im schlimmsten Fall ganz durchgehen. Wer in einer geordneten sucht, kann eingrenzen – ein Prinzip, das Landauer und Nachbar (1985) für hierarchische Menüs beschrieben haben. Genau das ist der Vorteil einer alphabetischen Anordnung.

Der Vorbehalt, der dazugehört: Dieses Argument gilt nur, wo die Person die Ordnung sicher beherrscht. Wer das Alphabet nicht sicher hat, kann nicht eingrenzen – für sie ist eine alphabetische Anordnung genauso eine Suche wie jede andere. Dann bleibt vom Positionslernen nur der feste Platz selbst, und der ist immer noch etwas wert, aber weniger.

Wortvorhersage spart Anschläge, nicht unbedingt Zeit

Koester und Levine (1996) maßen, was Wortvorhersage tatsächlich bringt. Die Zahl der Anschläge sinkt deutlich – die benötigte Zeit aber nicht im selben Maße, weil das Lesen und Prüfen der Vorschläge eigene Kosten hat. Wer Positionswissen aufbauen will, zahlt diesen Preis doppelt: Die Vorschlagsfelder wechseln laufend ihren Inhalt.

Forscher haben das untersucht.
Das haben sie herausgefunden:

• Wo ein Wort liegt, ist wichtiger
als welche Farbe es hat.

• Wenn alles der Reihe nach sortiert ist,
kann man schneller suchen.
Aber nur, wenn man die Reihe kennt.
Zum Beispiel das ABC.

• Wortvorschläge sparen Tippen.
Aber sie sparen nicht immer Zeit.
Denn man muss sie erst lesen.

Die ehrliche Grenze: der Rasterwechsel

Viele Vokabulare – unsere eingeschlossen – werben damit, dass „der Weg gleich bleibt“. Das stimmt innerhalb einer Rastergröße. Es stimmt nicht über Rastergrößen hinweg, und die Zahlen dazu sind unübersichtlich genug, dass man sie nachrechnen sollte, statt sie zu glauben.

Wir haben es für Scripo Anchor getan. Gemessen wurde, wie viele der 4 452 Wörter nach einem Rasterwechsel auf derselben Seite, in derselben Zeile und derselben Spalte liegen:

Von → nach5×8 → 6×106×10 → 9×125×8 → 9×12
Gleiche Stelle9,8 %6,1 %4,2 %
Gleiche Seite, andere Stelle44,0 %78,4 %43,2 %
Gleiche Zahl von Griffen46,3 %71,6 %29,5 %
Wortschatz weiterhin erreichbar99,8 %100 %99,8 %

Rund 4 bis 10 Prozent. So viel Positionswissen überlebt einen Rasterwechsel – in einem Vokabular, das gezielt dafür gebaut ist, dass sich nichts bewegt. In Vokabularen, die das nicht versuchen, ist es nicht mehr.

Zwei Dinge mildern das Bild, und beide sind wichtig:

  • Die Wörter, die zählen, halten besser. Der Wert oben ist über alle Wörter gerechnet, auch die, die jemand im Jahr dreimal braucht. Für die Kernwörter der Startseite – also das, was man ständig sagt – liegt der Positionserhalt bei 40,9 % und 23,1 %. Wer die Zusage „der Weg bleibt gleich“ auf den Kernwortschatz bezieht, hat also weit mehr recht als die Gesamtzahl vermuten lässt.
  • Die Schrittfolge hält besser als der Platz. Zwischen 6×10 und 9×12 braucht fast drei Viertel aller Wörter weiterhin gleich viele Griffe. Der Weg ist ein anderer, aber er ist nicht länger – und die Logik, nach der man ihn findet, ist dieselbe geblieben.

Die praktische Folgerung ist unbequem, aber klar: Ein Rasterwechsel ist eine größere Entscheidung, als er aussieht. Er lohnt sich, wenn die Person aus dem Raster herausgewachsen ist oder es motorisch nicht mehr passt. Er lohnt sich nicht, weil mehr Felder grundsätzlich besser wären. Wer wechselt, sollte einplanen, dass ein Teil des Gelernten neu aufgebaut werden muss – und sollte nicht gleichzeitig auch noch den Anbieter wechseln.

Manchmal wird das Raster größer.
Zum Beispiel von 40 auf 60 Felder.

Dann sind die meisten Wörter woanders.
Nur 4 bis 10 von 100 Wörtern
bleiben an derselben Stelle.

Aber: Die wichtigen Wörter bleiben besser.
Von den Wörtern auf der ersten Seite
bleiben etwa 40 von 100.

Darum:
Wechseln Sie das Raster nur,
wenn es einen guten Grund gibt.

Die robusteste Ordnung ist das Alphabet

Wenn Positionswissen nur so viel wert ist wie die Ordnung, an der es hängt, lohnt die Frage, welche Ordnungen es gibt und wie haltbar sie sind.

  • Nach Themen (Essen, Schule, Gefühle): eingängig, aber jede Sammlung schneidet die Themen anders zu. Das Wissen gilt für dieses Vokabular.
  • Nach Wortarten (Verben zusammen, Nomen zusammen): messbar hilfreich beim Satzbau (siehe oben), aber die Reihenfolge innerhalb der Gruppe legt jeder Hersteller anders fest.
  • Nach Häufigkeit: sinnvoll für die ersten Felder, aber Häufigkeitslisten unterscheiden sich, und was für eine Person häufig ist, steht in keiner Liste.
  • Nach dem Alphabet: die einzige dieser Ordnungen, die nicht jemandem gehört.

Das ist der entscheidende Punkt: Symbolplätze muss man in jedem System neu lernen. Die Reihenfolge der Buchstaben lernt man einmal im Leben. Sie gilt auf dem nächsten Gerät, in einem Vokabular eines anderen Anbieters, auf einer Papiertafel und an jeder fremden Tastatur. Wer sie kann, bringt Positionswissen mit, statt es vorzufinden.

Dazu kommt ein zweiter Vorteil, der oft übersehen wird: Der Weg ist kein Alles-oder-nichts. Wer den ersten Laut trifft, hat schon etwas gewonnen – die Seite hinter dem Buchstaben zeigt die häufigsten Wörter, die so beginnen. Wer zwei Buchstaben trifft, grenzt weiter ein. Teilfähigkeiten zahlen sich sofort aus, statt erst ab einer Schwelle.

Und der Zugang selbst ist keine Vorbedingung, sondern ein Ziel: Nach dem Grundsatz Literacy for All (Erickson & Koppenhaver, 2020) gibt es keine kognitiven, motorischen oder sensorischen Voraussetzungen, die ein Mensch erfüllen müsste, bevor er mit Schrift in Berührung kommen darf. Nicht die Person muss belegen, dass sie reif für Schrift ist – wir müssen belegen, dass wir alles versucht haben, sie ihr zugänglich zu machen.

Wörter kann man verschieden sortieren:

• Nach Themen.
• Nach Wortarten.
• Danach, wie oft man sie braucht.
• Nach dem ABC.

Das ABC ist besonders:
Es gehört keiner Firma.
Es ist überall gleich.

Sie lernen das ABC einmal.
Dann hilft es Ihnen immer.
Auch auf einem anderen Gerät.

Wie wir das umsetzen

Scripo Anchor ist das Vokabular, in dem wir diese Überlegungen konsequent zu Ende geführt haben. Es hat keine Wortvorhersage, kein Nachrücken und keine mitwandernde Sortierung. Jeder Buchstabe steht auf jeder Seite in derselben Zelle; wo er nicht weiterführt, wird sein Platz zur Wortzelle, statt dass die anderen aufrücken.

Gemessen ergibt das im 6×10-Raster:

  • 81 Prozent dessen, was im Alltag gesagt wird, ist nach einem einzigen Buchstaben erreichbar.
  • 2,03 Griffe je Wort im gewichteten Mittel – gegenüber 5,78, wenn man jedes Wort ausschreiben müsste.
  • 4 452 Wörter mit festem Platz, und darüber hinaus alles, was sich buchstabieren lässt.

Damit das keine Absichtserklärung bleibt, prüft der Bau sich selbst: Für jedes Raster ist festgehalten, wo jedes Wort liegt, und ein Bau, bei dem auch nur ein einziges Wort seine Stelle wechselt, bricht ab. Ein Platz kann sich nur ändern, wenn ein Mensch das ausdrücklich entscheidet.

Wichtig ist uns dabei die Einschränkung aus dem Abschnitt oben: Der Buchstabenweg ist stark, wo das Alphabet sitzt. Wo es das nicht tut, bleibt der feste Platz – und der allein trägt ein Symbolvokabular oft besser.

Unser Vokabular heißt Scripo Anchor.
Dort bewegt sich nichts.

Jeder Buchstabe ist immer am selben Platz.
Auf jeder Seite.

Sie tippen einen Buchstaben.
Dann sehen Sie viele Wörter.
Meistens ist Ihr Wort schon dabei.

Der Computer prüft das jedes Mal.
Wenn ein Wort umzieht, gibt es eine Warnung.

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Was das für die Praxis heißt

  1. Nicht verschieben. Wer ein Wort nicht braucht, lässt den Platz trotzdem stehen. Ein leeres Feld kostet nichts; ein verschobenes Feld kostet Monate.
  2. Neues hinten anfügen. Neue Wörter kommen an freie Stellen, nicht mitten hinein „wo sie thematisch hingehören“.
  3. Eine Anordnung überall. Papiertafel, Gerät und Schule tragen dieselbe. Wenn das nicht geht, trägt wenigstens die Papiertafel die des Geräts.
  4. Den Rasterwechsel planen, nicht nebenbei machen. Mit Zeitpunkt, Begleitung und dem Bewusstsein, dass die ersten Wochen langsamer sind als vorher.
  5. Nicht zwei Dinge gleichzeitig ändern. Neues Raster und neues Vokabular und neue Ansteuerung – das ist kein Umstieg mehr, das ist ein Neuanfang.
  6. Modellieren, statt zu erklären. Positionswissen entsteht durch Gebrauch. Wer selbst auf der Tafel zeigt, während er spricht, gibt der Person genau das Material, aus dem Wege werden.

Das ist wichtig für den Alltag:

1. Verschieben Sie keine Wörter.
Auch nicht zum Aufräumen.

2. Neue Wörter kommen auf freie Plätze.

3. Alle Tafeln sind gleich sortiert.

4. Ändern Sie nicht zwei Dinge auf einmal.

5. Zeigen Sie selbst auf der Tafel,
während Sie sprechen.
So lernt die Person die Plätze.

Quellenverzeichnis

  • Beukelman, D. R. & Light, J. C. (2020). Augmentative & Alternative Communication: Supporting Children and Adults with Complex Communication Needs (5th ed.). Brookes.
  • Drager, K. D. R., Light, J. C., Speltz, J. C., Fallon, K. A. & Jeffries, L. Z. (2003). The performance of typically developing 2½-year-olds on dynamic display AAC technologies with different system layouts and language organizations. Journal of Speech, Language, and Hearing Research, 46(2), 298–312.
  • Drager, K. D. R., Light, J. C., Carlson, R., et al. (2004). Learning of dynamic display AAC technologies by typically developing 3-year-olds: Effect of different layouts and menu approaches. Journal of Speech, Language, and Hearing Research, 47(5), 1133–1148.
  • Erickson, K. A. & Koppenhaver, D. A. (2020). Comprehensive Literacy for All: Teaching Students with Significant Disabilities to Read and Write. Brookes.
  • Koester, H. H. & Levine, S. P. (1996). Effect of a word prediction feature on user performance. Augmentative and Alternative Communication, 12(3), 155–168.
  • Landauer, T. K. & Nachbar, D. W. (1985). Selection from alphabetic and numeric menu trees using a touch screen: Breadth, depth, and width. Proceedings of CHI ’85, 73–78.
  • Light, J., Drager, K., McCarthy, J., et al. (2004). Performance of typically developing four- and five-year-old children with AAC systems using different language organization techniques. Augmentative and Alternative Communication, 20(2), 63–88.
  • Light, J. & McNaughton, D. (2014). Communicative competence for individuals who require augmentative and alternative communication: A new definition for a new era of communication? Augmentative and Alternative Communication, 30(1), 1–18.
  • Thistle, J. J. & Wilkinson, K. (2017). Effects of background color and symbol arrangement cues on construction of multi-symbol messages by young children without disabilities: Implications for aided AAC design. Augmentative and Alternative Communication, 33(3), 160–169.
  • Wilkinson, K. M. & Jagaroo, V. (2004). Contributions of principles of visual cognitive science to AAC system display design. Augmentative and Alternative Communication, 20(3), 123–136.

Die Messwerte zu Scripo Anchor stammen aus den Prüfwerkzeugen des Projekts (Stand September 2026) und sind keine externe Studie. Grid sowie weitere genannte Produktnamen sind Marken bzw. Kennzeichen ihrer jeweiligen Inhaber; die Nennung erfolgt rein beschreibend.