Nichts wandert
Jeder Buchstabe steht auf jeder Seite in derselben Zelle. Wo er nicht weiterführt, wird sein Platz zur Wortzelle – die übrigen Felder rücken nicht nach. Ein einmal gelernter Weg bleibt richtig.

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Sprache: Das Vokabular Scripo Anchor gibt es nur auf Deutsch. Der Buchstabenweg, die Wortformen und die Anordnung folgen dem Deutschen – Fassungen in anderen Sprachen gibt es nicht.
Ein Schriftvokabular, in dem kein Feld die Stelle wechselt. Keine Wortvorhersage, kein Nachrücken, keine mitwandernde Sortierung: Jeder Buchstabe steht auf jeder Seite in derselben Zelle, und jedes der 4 430 Wörter hat einen festen Platz.
Scripo Anchor richtet sich an Menschen, die das Alphabet sicher haben oder gerade dabei sind, es sicher zu bekommen – und die davon profitieren, dass sich die Oberfläche unter ihnen nicht bewegt. Der Weg zu einem Wort beginnt mit seinem Anfangsbuchstaben und endet fast immer dort: 81 Prozent dessen, was im Alltag gesagt wird, ist nach einem einzigen Buchstaben erreichbar.
Warum das so viel ausmacht, steht ausführlich auf der Wissensseite Positionslernen. Kurz: Wer nicht sucht, denkt nicht ans Suchen – und hat die Aufmerksamkeit frei für das, was er sagen will.
Scripo Anchor ist ein Vokabular zum Schreiben.
Das Besondere:
Nichts bewegt sich.
Jeder Buchstabe ist immer am selben Platz.
Jedes Wort ist immer am selben Platz.
So geht es:
Sie tippen den ersten Buchstaben.
Dann sehen Sie viele Wörter mit diesem Buchstaben.
Meistens ist Ihr Wort schon dabei.
Das Vokabular Scripo Anchor ist für Menschen,
die das ABC schon kennen.
Oder die es gerade lernen.
Jeder Buchstabe steht auf jeder Seite in derselben Zelle. Wo er nicht weiterführt, wird sein Platz zur Wortzelle – die übrigen Felder rücken nicht nach. Ein einmal gelernter Weg bleibt richtig.
Die Buchstaben stehen in der Reihenfolge, die man in der Schule lernt. Gemessen kostet das gegenüber QWERTZ nichts – gleiche Seitenzahl, gleiche Schrittzahl – und es passt zur alphabetischen Ordnung im Buchstabenfeld.
Vorschlagsfelder wechseln nach jedem Anschlag ihren Inhalt – ein Platz, den man sich merken könnte, entsteht gar nicht. Scripo Anchor verzichtet darauf bewusst und setzt stattdessen auf feste Plätze.
Im 6×10-Raster, gewichtet nach Gebrauchshäufigkeit. Wer jedes Wort ausschreiben müsste, bräuchte im Schnitt 5,78 Anschläge – eine Ersparnis von 65 Prozent.
97 Prozent der Wörter tragen ein Symbol aus der Sammlung von Annette Kitzinger – im deutschsprachigen Raum der De-facto-Standard. Ein Wort, das kein passendes Symbol hätte, bekommt keins statt eines beliebigen.
Zehn Wortartfarben in der Systematik, die im Unterricht steht: Nomen schwarz, Verb rot, Verhältniswort grün. Jede Farbe zusätzlich als Vollton-Kante – wer mit der Fläche nichts anfangen kann, hat den Rahmen.
Zu jedem Thema eine Satz- und eine Wortseite; die Sätze werden sofort gesprochen. Die acht Pronomen führen auf eigene Seiten mit den passenden Verbformen – „ich bin müde“ sind drei Griffe.
5×8 (40 Felder), 6×10 (60 Felder) und 9×12 (108 Felder). Alle drei tragen denselben Wortschatz von 4 430 Wörtern – die Rastergröße ändert, wie viel gleichzeitig sichtbar ist, nicht, was sagbar ist.
Damit ein Mensch sagen kann, was er sagen will – und nicht nur das, was jemand vorgesehen hat. Das ist der ganze Zweck. Ein Symbolvokabular kennt so viele Wörter, wie jemand hineingelegt hat. Schrift kennt alle.
Scripo Anchor ist ein Schriftvokabular: Es schreibt Buchstabe für Buchstabe, und auf dem Weg dorthin bietet es ganze Wörter an. Wer die ersten Laute eines Wortes kennt, kommt in zwei bis drei Griffen hin. Wer ein Wort braucht, das niemand vorgesehen hat – einen Ortsnamen, den Spitznamen eines Bruders, ein Fachwort aus dem Beruf –, buchstabiert es. Beides steht auf denselben Seiten.
Und alles steht immer an derselben Stelle. Kein Feld wandert, keine Vorhersage schiebt etwas beiseite. Wer einmal gelernt hat, wo das „m“ liegt, findet es dort auch in einem Jahr noch.
Scripo Anchor ist zum Schreiben.
Sie können jedes Wort sagen.
Auch Wörter, die niemand vorher aufgeschrieben hat.
Sie tippen die ersten Buchstaben.
Dann zeigt Scripo Anchor passende Wörter.
Meistens sind es 2 oder 3 Griffe bis zum Wort.
Alles bleibt an seinem Platz.
Nichts verschiebt sich.
Was Sie einmal gelernt haben, gilt auch nächstes Jahr.
Vier Entscheidungen tragen dieses Vokabular. Jede ist begründet, und zu jeder gibt es eine eigene Seite – einschließlich dessen, was dagegen spricht.
Schrift ist die einzige Ordnung, die niemand von uns gebaut hat. Sie ist übertragbar: Wer sie kann, kann sie am Gerät, auf Papier, am Telefon und auf einem fremden Gerät. Und sie ist nach oben offen – ein Wortschatz aus Zellen hört irgendwo auf, ein Alphabet nicht. Lesen und Schreiben verändern dabei mehr als die Kommunikation: Sie verändern, welche Schule, welche Arbeit und welche Entscheidungen überhaupt möglich sind.
Weil der Platz selbst zum Wort wird. Wer oft genug dieselbe Bewegung macht, braucht irgendwann nicht mehr hinzusehen – die Hand weiß, wo das Wort liegt. Genau diese Ersparnis zerstört jede Vorhersage, die Felder umsortiert: Sie tauscht einen sicheren Weg gegen einen, den man jedes Mal neu suchen muss.
Weil sie dieselbe Ordnung benutzt, die auch das Wörterbuch, das Namensschild und der Ordner benutzen. QWERTZ ist eine Anordnung, die man zusätzlich lernen muss; das Alphabet kann, wer lesen lernt, ohnehin.
Die Bilder stammen aus einer einzigen, durchgängigen Sammlung, und die Farben sagen die Wortart. Beides ist eine Abwägung, keine Selbstverständlichkeit – was dafür und was dagegen spricht, steht auf der eigenen Seite.
Scripo Anchor ist so gebaut, weil es 4 gute Gründe gibt.
1. Lesen und Schreiben.
Mit Schrift können Sie jedes Wort sagen.
Schrift geht überall: am Gerät, auf Papier, am Telefon.
2. Feste Plätze.
Ihre Hand lernt den Weg zum Wort.
Dann müssen Sie nicht mehr suchen.
3. Die ABC-Tastatur.
Das ABC kennen Sie schon.
Eine andere Ordnung müssten Sie extra lernen.
4. Bilder und Farben.
Die Bilder sehen alle gleich aus.
Die Farben zeigen: Ist es ein Ding? Ein Tun-Wort?
Zu jedem Grund gibt es eine eigene Seite.
Dort steht auch, was dagegen spricht.
„Schnell“ ist kein Gefühl, sondern eine Zahl. Ein Vokabular lässt sich messen: Wie viele Griffe braucht ein Wort im Durchschnitt, gewichtet danach, wie oft es wirklich vorkommt? Und wie viel von dem, was ein Mensch am Tag sagt, steht schon nach einem einzigen Buchstaben da?
Der Wert, auf den es ankommt, ist 2,03: Ein Wort kostet im 6×10-Raster im Schnitt gut zwei Griffe statt der 5,78, die reines Buchstabieren bräuchte. Und 81,3 Prozent dessen, was im Alltag gesagt wird, steht bereits nach dem ersten Buchstaben auf dem Bildschirm.
Das kleinere Raster ist langsamer, das größere schneller. Alle drei tragen denselben Wortschatz – die Rastergröße ändert, wie viel gleichzeitig sichtbar ist, nicht, was sagbar ist. Die Zahlen für alle drei stehen weiter unten im Abschnitt „Der Wortschatz ist nach oben offen“.
⚠️ Was diese Zahlen nicht sagen: Sie gelten für jemanden, der das Alphabet sicher hat. Wer es noch lernt, braucht länger – und braucht vor allem einen Menschen daneben. Leseförderung wirkt deutlich, wenn jemand begleitet, und kaum, wenn sie allein am Gerät läuft. Das Vokabular ist das Werkzeug, nicht die Förderung.
Wie schnell ist Scripo Anchor?
Das haben wir gemessen.
Ein Wort braucht im Schnitt 2 Griffe.
Beim Buchstabieren wären es 5 oder 6.
Nach 1 Buchstaben sehen Sie schon
8 von 10 Wörtern, die Sie oft brauchen.
Im Gerät stehen 4430 Wörter an einem festen Platz.
Wichtig:
Diese Zahlen gelten, wenn Sie das ABC gut können.
Wenn Sie das ABC noch lernen, dauert es länger.
Dann brauchen Sie einen Menschen, der mitmacht.
Allein am Gerät lernt man Lesen nur schwer.
Das ist die Eigenschaft, die ein Symbolvokabular nicht haben kann. Ein Wort, das niemand vorgesehen hat – ein Ortsname, der Spitzname eines Bruders, ein Fachwort aus dem Beruf, ein Wort, das es voriges Jahr noch nicht gab – ist trotzdem sagbar. Es steht dann nicht als fertige Zelle da, aber der Weg dorthin existiert: Buchstabe für Buchstabe.
| Gemessen | 5×8 | 6×10 | 9×12 |
|---|---|---|---|
| Wörter mit festem Platz | 4 430 | 4 430 | 4 430 |
| Griffe je Wort (nach Gebrauch gewichtet) | 2,13 | 2,03 | 1,63 |
| Anteil des Gebrauchs nach einem Buchstaben | 76,1 % | 81,3 % | 89,5 % |
| … nach zwei Buchstaben | 96,9 % | 98,4 % | 100,0 % |
| Ersparnis gegenüber reinem Buchstabieren | 63 % | 65 % | 72 % |
| Seiten auf dem Buchstabenweg | 608 | 439 | 272 |
Auf einem schmalen Bildschirm lässt sich die Tabelle seitlich schieben.
Eigene Messung mit den Prüfwerkzeugen des Projekts, Stand September 2026. „Gewichtet“ heißt: Häufig gebrauchte Wörter zählen so viel, wie sie vorkommen – der ungewichtete Mittelwert über alle 4 430 Wörter würde von seltenen Wörtern getragen und wäre irreführend.
In Scripo Anchor sind 4.430 Wörter.
Jedes hat einen festen Platz.
Aber Sie können auch andere Wörter sagen.
Zum Beispiel einen Namen.
Oder ein Wort aus Ihrer Arbeit.
Dann schreiben Sie es Buchstabe für Buchstabe.
Das geht bei Bild-Vokabularen nicht.
„Nichts bewegt sich“ ist leicht gesagt und schwer einzuhalten. Ein Wort, das dazukommt, eine Schreibweise, die berichtigt wird, ein Symbol, das getauscht wird – jede dieser Kleinigkeiten kann Felder verschieben, ohne dass es jemandem auffällt.
Deshalb ist für jede Rastergröße festgehalten, wo jedes einzelne der 4 430 Wörter liegt. Ein Bau, bei dem auch nur ein Wort seine Stelle wechselt, bricht ab und nennt das betroffene Wort. Ein Platz kann sich nur ändern, wenn ein Mensch das ausdrücklich entscheidet und die Festschreibung neu setzt.
Dazu kommt eine Prüfung des fertigen Vokabulars, die unter anderem den Schriftkontrast jeder Aufschrift misst, tote Sprünge und fehlende Symboldateien findet und meldet, wenn zwei Zellen auf derselben Stelle liegen.
Der Computer prüft das Vokabular.
Er merkt sich:
Wo ist jedes Wort?
Wenn ein Wort umzieht, gibt es eine Warnung.
Dann muss ein Mensch entscheiden.
Welches Vokabular im Einzelfall passt, entscheidet keine Merkmalsliste, sondern eine Beratung mit der Person selbst. Der Vokabular-Finder ist ein erster Anhaltspunkt, keine Empfehlung.
Das Vokabular Scripo Anchor passt zu Ihnen, wenn:
Sie kennen das ABC.
Oder Sie lernen es gerade.
Sie wollen viele Wörter sagen können.
Das Vokabular Scripo Anchor ist einfach zu bedienen.
Denn nichts verschiebt sich.
Jedes Wort bleibt an seinem Platz.
Das Vokabular Scripo Anchor passt nicht, wenn:
Sie sprechen nur mit Bildern.
Buchstaben sind noch kein Thema.
Dann ist Scripo Start gemacht für Sie.
Fragen Sie am besten eine Beraterin.
Oder einen Berater.
Innerhalb einer Rastergröße bleibt in Scripo Anchor alles, wo es ist. Zwischen Rastergrößen gilt das nicht – und weil wir das selbst nachgerechnet haben, steht es hier und nicht im Kleingedruckten: Von 5×8 auf 6×10 liegen nur rund 10 Prozent aller Wörter wieder an genau derselben Stelle.
Zwei Dinge mildern das. Erstens halten die Wörter, die man ständig braucht, deutlich besser: Bei den Kernwörtern der Startseite sind es 40,9 %. Zweitens bleibt der Wortschatz vollständig erreichbar (99,8 %), und zwischen 6×10 und 9×12 braucht fast drei Viertel aller Wörter weiterhin gleich viele Griffe.
Die Folgerung: Ein Rasterwechsel ist eine größere Entscheidung, als er aussieht – er gehört geplant, nicht nebenbei gemacht. Mehr dazu auf der Wissensseite Positionslernen.
Es gibt Scripo Anchor in 3 Größen.
Wenn Sie die Größe wechseln,
sind die meisten Wörter woanders.
Die wichtigen Wörter bleiben besser.
Aber Sie müssen trotzdem neu lernen.
Wechseln Sie nur, wenn es einen guten Grund gibt.
Zu jeder der vier Entscheidungen gibt es eine eigene Wissensseite – jede einschließlich dessen, was dagegen spricht.
Es gibt mehr Seiten dazu.
Dort steht, warum Scripo Anchor so gebaut ist.
Zum Beispiel:
Warum feste Plätze wichtig sind.
Warum Lesen und Schreiben gut für Sie ist.
Warum es Farben und Bilder gibt.
Auf jeder Seite steht auch, was dagegen spricht.
Positionslernen Vorteile von Lesen und Schreiben Literacy im Überblick
Das ABC-Wörterbuch Das richtige Vokabular Farben und Symbole