1.0×
Schrift
Kontrast

Was passiert da eigentlich?

Von Lars Tiedemann, Dipl. Heilpädagoge · Stand:
Keine ärztliche Beratung: Diese Seite erklärt, was bei einer Untersuchung geschieht. Sie ersetzt kein ärztliches Gespräch und sagt nicht, ob eine Untersuchung für Sie richtig ist. Das besprechen Sie mit Ihrer Arzt-Praxis.
Hier steht nicht, was Sie tun sollen.
Hier steht nur, was passiert.
Fragen Sie Ihre Arzt-Praxis.

Was hier drinsteht

Beim Arzt fällt oft ein Wort, und dann geht es weiter. Wir machen ein EKG. Das schauen wir uns im Ultraschall an. Wer nicht weiß, was das ist, kann nicht zustimmen – und wer nicht zustimmen kann, wird behandelt statt gefragt.

Auf dieser Seite steht in Einfacher Sprache, was bei einer Untersuchung passiert und wie es sich anfühlt. Zu jedem Begriff gibt es ein Bild. Die Seite ist zum Anschauen vor dem Termin gedacht – und zum Mitnehmen.

Wichtig zu wissen

Hier stehen keine Diagnosen und keine Ratschläge, was Sie tun sollen. Hier steht nur, was bei einer Untersuchung geschieht. Ob eine Untersuchung für Sie richtig ist, besprechen Sie mit Ihrer Arztpraxis.

Und für alles auf dieser Seite gilt derselbe Satz: Sie dürfen jederzeit Stopp sagen. Auch mittendrin. Auch ohne Begründung.

Beim Arzt fällt oft ein schweres Wort.
Zum Beispiel: EKG. Oder Ultra-Schall.

Hier steht, was das bedeutet.
Und wie es sich anfühlt.
Zu jedem Wort gibt es ein Bild.

Schauen Sie die Seite an,
bevor Sie zum Arzt gehen.

Wichtig:

Hier steht nicht, was Sie tun sollen.
Das besprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Sie dürfen immer Stopp sagen.
Auch mittendrin.
Und ohne Grund.

Rund um den Termin

Vor einer Untersuchung erklärt Ihnen jemand, was passiert.
Das heißt Aufklärungs-Gespräch.
Wichtig ist: Sie selbst müssen es verstehen.
Nicht nur Ihre Begleitung.
Sie dürfen so lange fragen, bis es klar ist.
Sie dürfen Bilder oder leichte Wörter verlangen.
Sie dürfen sagen: Ich brauche mehr Zeit.

Nach dem Gespräch werden Sie gefragt: Sind Sie einverstanden?
Ihr Ja heißt Einwilligung.
Dieses Ja geben Sie selbst – nicht Ihre Begleitung.
Sie dürfen auch Nein sagen.
Sie dürfen Ihr Ja später wieder zurücknehmen.
Auch kurz vorher.
Sie brauchen dafür keinen Grund.

Manchmal sollen Sie zu einer anderen Arzt-Praxis.
Dafür bekommen Sie eine Überweisung.
Das ist ein Zettel von Ihrer Praxis.
Darauf steht, warum Sie kommen.
Den Zettel nehmen Sie zum nächsten Termin mit.
Sie dürfen fragen, was darauf steht.

Ein Rezept ist die Erlaubnis für ein Medikament.
Meistens wird das Rezept auf Ihrer Gesundheits-Karte gespeichert.
Sie geben die Karte in der Apotheke ab.
Dort bekommen Sie Ihr Medikament und die Karte zurück.
Manchmal gibt es auch einen Zettel mit einem Code.
Sie dürfen fragen, wofür das Medikament ist.

Die Gesundheits-Karte ist Ihre Karte von der Kranken-Kasse.
Sie ist so groß wie eine Bank-Karte.
Die Karte geben Sie am Empfang ab.
Damit weiß die Praxis, wer Sie sind.
Am Ende bekommen Sie die Karte zurück.
Stecken Sie die Karte gleich wieder ein.
Sonst bleibt sie leicht liegen.

Vor manchen Untersuchungen dürfen Sie nichts essen.
Oft dürfen Sie auch nichts trinken.
Das nennt man: nüchtern bleiben.
Meistens gilt das ab dem Abend davor.
Fragen Sie genau nach: Ab wann? Und darf ich Wasser trinken?
Fragen Sie auch: Nehme ich meine Medikamente wie immer?
Nüchtern sein ist anstrengend.
Sagen Sie es, wenn Ihnen schlecht wird.

Nach der Anmeldung warten Sie im Warte-Zimmer.
Manchmal dauert das lange.
Das liegt nicht an Ihnen.
Sie dürfen fragen, wie lange es noch dauert.
Wenn Warten für Sie schwer ist: Sagen Sie das vorher.
Manche Praxen geben dann einen ruhigen Platz.
Oder einen Termin ganz am Anfang der Sprech-Stunde.

Für viele Untersuchungen müssen Sie auf eine Liege.
Vom Rollstuhl auf die Liege zu kommen ist nicht immer leicht.
Sagen Sie vorher, wie Sie umgesetzt werden.
Sagen Sie auch, wie viele Menschen dafür nötig sind.
Manche Praxen haben einen Lifter.
Manche haben eine Liege, die tiefer fährt.
Fragen Sie danach, bevor Sie den Termin machen.
Sie bestimmen, wer Sie anfasst.

In der Arzt-Praxis

Sie bekommen eine breite Manschette um den Oberarm.
Die Manschette wird fest.
Das drückt ein bisschen.
Nach einer halben Minute wird es wieder locker.
Es tut nicht weh.

Sie bekommen ein Gummi-Band um den Oberarm.
Dann kommt eine dünne Nadel in den Arm.
Das pikst kurz.
Das Blut läuft in ein kleines Röhrchen.
Danach bekommen Sie ein Pflaster.

Der Arzt legt ein kaltes rundes Gerät auf Ihre Haut.
Es heißt Stethoskop.
Damit hört er Ihr Herz und Ihre Lunge.
Sie sollen dabei tief ein- und ausatmen.
Es tut nicht weh.

Die Ärztin legt die Hände auf Ihren Körper.
Meistens auf den Bauch.
Sie drückt vorsichtig und spürt nach.
So merkt sie, wo etwas nicht stimmt.
Sie liegen dabei und atmen ruhig.
Die Ärztin sagt vorher, was sie macht.
Wenn es weh tut, sagen Sie es sofort.
Oder zeigen Sie Ihr Zeichen für Stopp.

Die Ärztin klopft mit einem kleinen Hammer.
Zum Beispiel auf Ihr Knie.
Dann zuckt das Bein ganz von allein.
Das heißt Reflex. Das ist normal.
Der Hammer ist aus weichem Gummi.
Es tut nicht weh.
Die Ärztin sieht daran, ob die Nerven gut arbeiten.

Manchmal ist Schmerz schwer zu beschreiben.
Dann dürfen Sie ihn zeigen.
Zeigen Sie auf die Stelle an Ihrem Körper.
Oder auf einem Bild von einem Körper.
Sagen Sie auch, wie stark der Schmerz ist.
Dafür gibt es Skalen mit Zahlen oder Farben.
Sie dürfen sich dabei Zeit lassen.
Die Ärztin soll warten, bis Sie fertig sind.

Ein kleines Gerät misst, wie warm Sie sind.
Meistens an der Stirn oder im Ohr.
Das dauert ein paar Sekunden.
Es tut nicht weh.

Sie bekommen eine kleine Spritze in den Oberarm.
Das pikst kurz.
Die Impfung schützt vor einer Krankheit.
Der Arm kann danach ein paar Tage weh tun.

Sie sollen in einen kleinen Becher pinkeln.
Der Becher geht dann ins Labor.
Dort wird der Urin untersucht.
Sagen Sie, wenn Sie dabei Hilfe brauchen.

Manchmal soll Ihr Stuhl-Gang untersucht werden.
Stuhl-Gang ist das, was beim Toiletten-Gang herauskommt.
Dafür bekommen Sie ein kleines Röhrchen.
Zu Hause tun Sie eine kleine Menge hinein.
Wie das geht, steht auf der Packung.
Sie dürfen sich das vorher erklären lassen.
Das Röhrchen bringen Sie in die Praxis zurück.
Vielen Menschen ist das unangenehm. Das ist normal.

Messen und Testen

Sie stellen sich auf eine Waage.
Manche Waagen sind groß genug für einen Rollstuhl.
Dann wird gemessen, wie groß Sie sind.
Das dauert nur kurz.
Es tut nicht weh.

Jemand legt zwei Finger an Ihr Handgelenk.
Dort spürt man das Herz schlagen.
Manchmal misst auch ein kleines Gerät am Finger.
Sie sitzen oder liegen dabei ruhig.
Es tut nicht weh.

Sie bekommen eine kleine Klammer an den Finger.
Die Klammer leuchtet rot.
Sie misst den Sauerstoff in Ihrem Blut.
Das dauert ein paar Sekunden.
Die Klammer drückt ein bisschen.
Es tut nicht weh.

Ein kleines Gerät piekst seitlich in eine Finger-Kuppe.
Dort kommt ein Tropfen Blut heraus.
Der Tropfen kommt auf einen Test-Streifen.
Das piekst kurz.
Nach wenigen Sekunden steht der Wert auf dem Gerät.
Sie dürfen sagen, welcher Finger dran ist.

Sie schauen auf eine Tafel mit Zeichen.
Die Zeichen werden immer kleiner.
Ein Auge wird dabei zugedeckt.
Sie sagen oder zeigen, was Sie sehen.
Sie dürfen zeigen statt sprechen.
Es tut nicht weh.

Oft sitzen Sie in einer kleinen Kabine.
Sie bekommen Kopf-Hörer auf.
Dann kommen leise Töne.
Immer nur auf einem Ohr.
Sie drücken einen Knopf, wenn Sie einen Ton hören.
Ein Zeichen mit der Hand geht auch.
Es tut nicht weh.

Ihr Blut oder Ihr Urin wird untersucht.
Das passiert in einem Labor.
Dort messen Fach-Leute viele Werte.
Zum Beispiel Zucker, Eisen oder Entzündung.
Das dauert oft ein paar Tage.
Danach bespricht die Praxis die Werte mit Ihnen.
Sie dürfen die Werte auch ausgedruckt bekommen.

Beim Langzeit-EKG wird Ihr Herz einen ganzen Tag gemessen.
Sie bekommen kleine Kleber auf die Brust.
Daran hängen dünne Kabel und ein kleines Gerät.
Das Gerät tragen Sie in einer Tasche bei sich.
Sie gehen damit nach Hause und leben normal weiter.
Duschen geht in dieser Zeit nicht.
Am nächsten Tag bringen Sie das Gerät zurück.

Hier wird Ihr Blut-Druck einen ganzen Tag gemessen.
Sie tragen dafür eine Manschette am Oberarm.
Alle 15 oder 30 Minuten wird sie fest.
Das drückt kurz. Dann lässt es wieder nach.
Auch nachts misst das Gerät weiter.
Viele schlafen dadurch schlechter. Das ist bekannt.
Am nächsten Tag bringen Sie das Gerät zurück.

Beim Lungen-Test wird gemessen, wie gut Sie atmen.
Sie pusten dafür in ein Rohr.
Jemand sagt Ihnen genau, wann Sie pusten sollen.
Manchmal sollen Sie ganz fest pusten.
Das strengt an und macht kurz schwindelig.
Sie dürfen eine Pause machen.
Wenn Pusten bei Ihnen nicht geht: Sagen Sie das.
Es gibt auch andere Wege, die Lunge zu messen.

Beim Allergie-Test wird geprüft, was Sie nicht vertragen.
Meistens geschieht das am Unterarm.
Dort kommen kleine Tropfen auf die Haut.
Jeder Tropfen ist ein anderer Stoff.
Danach warten Sie etwa 20 Minuten.
Wo die Haut rot wird oder juckt, liegt eine Allergie vor.
Das Jucken hört nach ein paar Stunden wieder auf.

Im Schlaf-Labor wird untersucht, wie Sie schlafen.
Dafür schlafen Sie eine Nacht in der Klinik.
Sie bekommen viele kleine Fühler auf Kopf und Körper.
Die Fühler tun nicht weh.
Sie messen Atmung, Herz und Schlaf.
In einem fremden Bett schläft man oft schlecht.
Das ist normal und stört die Messung nicht.
Sagen Sie vorher, welche Hilfe Sie nachts brauchen.

Hier geht es um Ihre Gefühle und Gedanken.
Eine Psychologin stellt Ihnen viele Fragen.
Manchmal gibt es auch Aufgaben.
Zum Beispiel mit Bildern oder mit Bausteinen.
Es gibt kein Richtig und kein Falsch.
Sie dürfen so antworten, wie Sie sonst auch reden.
Auch mit Ihrem Gerät oder Ihrer Tafel.
Sie dürfen jederzeit eine Pause machen.

Bilder vom Körper

Sie liegen auf einer Liege.
Der Arzt tut kaltes Gel auf Ihre Haut.
Dann fährt er mit einem kleinen Gerät darüber.
Auf einem Bildschirm sieht er Ihren Körper von innen.
Es tut nicht weh.

Eine große Kamera macht ein Bild von Ihren Knochen.
Sie müssen kurz still halten.
Das dauert nur ein paar Sekunden.
Es tut nicht weh.
Sie spüren gar nichts.

Sie liegen auf einer Liege.
Die Liege fährt in eine große Röhre.
Das Gerät macht laute Klopf-Geräusche.
Sie bekommen Kopf-Hörer.
Sie müssen lange still liegen.
Es tut nicht weh.
Sie haben einen Knopf für: Bitte aufhören.

Sie bekommen kleine Aufkleber auf die Haut.
An den Aufklebern sind Kabel.
Ein Gerät misst, wie Ihr Herz schlägt.
Sie liegen dabei ruhig.
Es tut nicht weh.

Sie liegen auf einer Liege.
Die Liege fährt langsam durch einen großen Ring.
Der Ring ist kurz und vorne offen.
Sie müssen ein paar Minuten still liegen.
Es tut nicht weh.
Manchmal kommt vorher ein Mittel in die Vene.
Davon wird Ihnen kurz warm.

Sie bekommen eine Haube auf den Kopf.
An der Haube sind kleine Knöpfe mit Kabeln.
Darunter kommt kühles Gel auf die Kopf-Haut.
Das Gerät misst nur, wie Ihr Gehirn arbeitet.
Es kommt kein Strom in Ihren Kopf.
Manchmal blinkt dabei ein Licht.
Es tut nicht weh.

Eine Fach-Person schaut zu, wie Sie schlucken.
Dazu kommt ein dünner Schlauch mit einer Kamera durch die Nase.
Das ist unangenehm.
Weh tut es meistens nicht.
Dann bekommen Sie Wasser und Brei zum Schlucken.
So sieht die Fach-Person, was beim Schlucken schwer ist.
Sie dürfen jederzeit Stopp sagen.

Sie liegen auf einer Liege.
Ein Arm des Geräts fährt langsam über Sie.
Das Gerät misst, wie fest Ihre Knochen sind.
Gemessen wird meistens an der Hüfte und am Rücken.
Es dauert nur ein paar Minuten.
Sie spüren nichts davon.
Es tut nicht weh.

Manchmal sieht man auf dem Bild zu wenig.
Dann bekommen Sie ein Kontrast-Mittel.
Das ist eine Flüssigkeit.
Sie kommt in die Vene, oder Sie trinken sie.
Damit werden bestimmte Stellen im Bild heller.
Manche spüren dabei kurz eine Wärme im Bauch.
Sagen Sie vorher, wenn Sie etwas nicht vertragen.
Sagen Sie auch, welche Medikamente Sie nehmen.

Untersuchungen von innen

Ein dünner Schlauch mit einer kleinen Kamera geht durch den Mund in den Magen.
Vorher bekommen Sie ein Mittel zum Schlafen oder eine Betäubung im Hals.
Sie merken dann fast nichts.
Danach sind Sie eine Weile müde.

Ein dünner Schlauch mit einer kleinen Kamera geht durch den Po in den Darm.
Vorher bekommen Sie meistens ein Mittel zum Schlafen.
Am Tag davor müssen Sie viel trinken.
Dann wird der Darm leer.
Das ist anstrengend.

Der Arzt nimmt ein langes Wattestäbchen.
Damit streicht er kurz über eine Stelle.
Zum Beispiel im Hals oder in der Nase.
Das kitzelt oder kratzt kurz.
Es dauert wenige Sekunden.

In Ihrem Rücken fließt Nerven-Wasser.
Der Arzt kann etwas davon holen und untersuchen.
Sie sitzen dabei und machen den Rücken rund.
Jemand hilft Ihnen beim Halten.
Die Haut wird vorher betäubt.
Ihr Rückenmark wird dabei nicht verletzt.
Danach bleiben Sie noch eine Weile liegen.
Manche bekommen Kopf-Schmerzen. Sagen Sie dann Bescheid.

Vorsorge: was regelmäßig dran ist

Bei der Vorsorge sind Sie nicht krank.
Es wird nur nachgeschaut, ob alles in Ordnung ist.
Das gibt es zum Beispiel für Herz, Zucker und Haut.
Vorsorge findet regelmäßig statt.
Vielen Menschen mit Behinderungen wird sie nie angeboten.
Sie dürfen von sich aus danach fragen.
Fragen Sie: Welche Vorsorge ist bei mir dran?

Bei der Haut-Kontrolle wird Ihre Haut angeschaut.
Die Ärztin oder der Arzt schaut mit einer Lupe.
Geschaut wird auf Muttermale und dunkle Flecken.
Das tut nicht weh.
Dafür ziehen Sie sich aus.
Sie dürfen sagen, wer dabei im Raum ist.
Und Sie dürfen sich zwischendurch zudecken.

Frauen gehen regelmäßig zur Frauen-Ärztin.
Dort werden Brust und Unterleib untersucht.
Vielen Frauen ist das unangenehm.
Sie dürfen sagen, wenn Sie eine Pause brauchen.
Sie dürfen jederzeit Stopp sagen.
Nicht jede Praxis hat eine Liege, die tiefer fährt.
Fragen Sie danach, bevor Sie den Termin machen.
Es gibt Praxen, die sich damit gut auskennen.

Die Mammografie ist ein Röntgen-Bild von der Brust.
Die Brust wird dafür kurz flach gedrückt.
Das ist unangenehm und tut manchen Frauen weh.
Es dauert nur wenige Sekunden.
Meistens stehen Sie dabei.
Wenn Stehen bei Ihnen nicht geht: Sagen Sie das vorher.
Manche Praxen können auch im Sitzen messen.

Die Prostata ist eine Drüse beim Mann.
Sie liegt unten im Bauch.
Die Ärztin oder der Arzt tastet sie mit dem Finger.
Das geschieht über den Po.
Das ist unangenehm, aber es dauert kurz.
Weh tut es normalerweise nicht.
Sie dürfen vorher fragen, was genau passiert.
Und Sie dürfen Stopp sagen.

Beim Zahn-Arzt

Sie machen den Mund auf.
Der Zahn-Arzt schaut mit einem kleinen Spiegel hinein.
Er klopft leicht an die Zähne.
Das tut nicht weh.
Sagen Sie Bescheid, wenn eine Stelle weh tut.

Ein kleines Gerät macht die Zähne sauber.
Es brummt und spritzt Wasser.
Das kitzelt und ist manchmal unangenehm.
Aber es tut normalerweise nicht weh.

Wenn ein Zahn ein Loch hat, muss der Zahn-Arzt bohren.
Vorher bekommen Sie meistens eine Betäubung.
Dann spüren Sie nichts.
Das Bohren ist laut.
Sie können die Hand heben für: Bitte Pause.

Der Zahn-Arzt macht eine Stelle im Mund gefühllos.
Zuerst kommt ein Gel auf das Zahn-Fleisch.
Dann eine kleine Spritze.
Nach ein paar Minuten spüren Sie nichts mehr.
Das Gefühl kommt nach zwei Stunden zurück.

Manche Menschen können beim Zahn-Arzt nicht still liegen.
Manche haben große Angst.
Dann geht die Behandlung auch in Narkose.
In der Narkose schlafen Sie und merken nichts.
Vorher gibt es immer ein Gespräch über die Narkose.
Meistens wird alles an einem Termin gemacht.
Danach brauchen Sie jemanden, der Sie nach Hause bringt.
Nicht jede Zahn-Praxis bietet das an.

Atmen und Essen

Sie bekommen eine Maske vor Mund und Nase.
Oder ein Mund-Stück zwischen die Lippen.
Aus dem Gerät kommt feiner Nebel.
Der Nebel ist Medizin für die Lunge.
Sie atmen ruhig ein und aus.
Das dauert ein paar Minuten.
Es tut nicht weh.

Ein dünner Schlauch holt Schleim heraus.
Aus dem Mund, aus der Nase oder aus der Kanüle am Hals.
Das Gerät brummt laut.
Absaugen ist unangenehm.
Sie müssen dabei oft husten.
Es dauert nur ein paar Sekunden.
Danach bekommen Sie besser Luft.

Sie bekommen einen dünnen Schlauch an die Nase.
Der Schlauch hat zwei kleine Enden für die Nasen-Löcher.
Manche bekommen stattdessen eine Maske.
Daraus kommt Sauerstoff.
Sauerstoff hilft beim Atmen.
Es tut nicht weh.
Die Nase kann davon trocken werden.

Eine Magen-Sonde ist ein dünner Schlauch in den Bauch.
Darüber bekommen Sie Essen und Trinken.
Der Schlauch wird in einer kurzen Behandlung gelegt.
Dabei bekommen Sie ein Mittel zum Schlafen.
Die Stelle am Bauch tut danach ein paar Tage weh.
Dagegen bekommen Sie ein Schmerz-Mittel.
Später spüren Sie die Sonde nicht mehr.

Sie üben das Schlucken mit einer Fach-Person.
Zum Beispiel Bewegungen mit Zunge und Lippen.
Oder Sie probieren Essen in anderer Form.
Zum Beispiel dicker oder weicher.
Das ist anstrengend.
Weh tun soll es nicht.
Sagen Sie es, wenn Sie eine Pause brauchen.

Manche Menschen atmen durch eine Öffnung am Hals.
In der Öffnung steckt ein kurzes Rohr.
Das Rohr heißt Trachealkanüle.
Es wird regelmäßig gewechselt.
Das machen Fach-Leute oder eingearbeitete Assistenz.
Der Wechsel dauert nur kurz.
Vorher wird meistens abgesaugt.
Sie dürfen sagen, wer das bei Ihnen machen darf.

Bei der Beatmung hilft ein Gerät beim Atmen.
Die Luft kommt über eine Maske.
Oder über ein Rohr am Hals.
Manche Menschen brauchen das nur nachts.
Andere brauchen es den ganzen Tag.
Am Anfang ist das ungewohnt.
Die Einstellung wird in Ruhe angepasst.
Sagen Sie es, wenn die Maske drückt.

Haut, Wunden und Bewegung

Zuerst kommt der alte Verband ab.
Das kann ziehen.
Dann wird die Wunde sauber gemacht.
Das brennt manchmal kurz.
Sie können vorher ein Schmerz-Mittel bekommen.
Zum Schluss kommt ein neuer Verband drüber.
Sagen Sie Bescheid, wenn es zu sehr weh tut.

Wer lange gleich liegt, bekommt rote Stellen auf der Haut.
So eine Stelle heißt Druck-Stelle.
Jemand schaut sich Ihre Haut genau an.
Wichtig ist: Der Druck muss weg.
Deshalb wechseln Sie öfter die Lage.
Manchmal hilft eine besondere Matratze.
Sagen Sie es, wenn eine Stelle weh tut.

Jemand bewegt Ihre Arme und Beine.
Langsam und vorsichtig.
So bleiben die Gelenke beweglich.
Es darf ziehen, aber nicht weh tun.
Sagen Sie Stopp, wenn es zu weit geht.
Sie dürfen dafür auch ein Zeichen verabreden.

Sie bekommen eine Spritze in einen Muskel.
Das Mittel macht den Muskel lockerer.
Die Spritze piekst kurz.
Manchmal sind es mehrere Spritzen.
Die Wirkung kommt erst nach ein paar Tagen.
Sie hält einige Monate.
Danach wird die Spritze wiederholt.

Eine Schiene hält einen Arm oder ein Bein in guter Stellung.
Sie ist aus festem Kunststoff.
Klett-Bänder halten die Schiene fest.
Am Anfang tragen Sie die Schiene nur kurz.
Die Schiene darf drücken – aber nicht weh tun.
Sagen Sie es, wenn die Haut rot bleibt.

Ihre Lage wird mehrmals am Tag verändert.
Mal mehr auf die eine Seite, mal auf die andere.
Kissen stützen Arme, Beine und Rücken.
Das schont die Haut.
Und es macht das Atmen leichter.
Beim Umlagern werden Sie kurz bewegt.
Sie dürfen sagen, wie Sie liegen möchten.

Behandlung

Ein Medikament zum Schlucken.
Sie nehmen es mit Wasser.
Manche Tabletten kann man teilen oder auflösen.
Fragen Sie, wenn Schlucken schwer ist.

Ein Medikament für den Po.
Es ist klein und glatt.
Es wird vorsichtig eingeführt.
Das ist unangenehm, aber es tut nicht weh.
Sie dürfen dabei Nein sagen.

Ein Medikament kommt mit einer Nadel in den Körper.
Meistens in den Oberarm oder in den Po.
Das pikst kurz.
Danach kann die Stelle ein bisschen weh tun.

Ein dünner Schlauch kommt in eine Vene am Arm.
Durch den Schlauch läuft Flüssigkeit in den Körper.
Das dauert manchmal eine Stunde.
Sie können dabei sitzen oder liegen.

Sie bekommen ein Medikament.
Dann schlafen Sie ganz tief.
Sie merken von der Operation nichts.
Ein Arzt passt die ganze Zeit auf Sie auf.
Nach dem Aufwachen sind Sie müde.

Bei einer Wunde macht der Arzt die Haut wieder zu.
Mit Faden oder mit Klebe-Streifen.
Vorher bekommen Sie eine Betäubung.
Dann kommt ein Verband drüber.

Bei einem gebrochenen Knochen kommt ein harter Verband darum.
Das ist der Gips.
Er hält den Knochen ruhig.
Der Gips bleibt mehrere Wochen dran.
Er darf nicht nass werden.

Sie üben Bewegungen mit einer Fach-Person.
Zum Beispiel Arme oder Beine bewegen.
Manches ist anstrengend.
Es soll aber nicht weh tun.
Sagen Sie es, wenn es weh tut.

Manche Menschen können die Blase nicht selbst leeren.
Dann hilft ein dünner Schlauch.
Der Schlauch heißt Katheter.
Der Urin läuft durch den Schlauch in einen Beutel.
Manche brauchen den Schlauch nur einmal kurz.
Andere brauchen ihn jeden Tag.
Das Einführen ist unangenehm und dauert kurz.
Sagen Sie es, wenn es weh tut oder brennt.

Nach der Untersuchung

Nach einer Narkose kommen Sie in den Aufwach-Raum.
Dort wachen Sie langsam auf.
Jemand bleibt in der Nähe und schaut nach Ihnen.
Am Anfang sind Sie müde und durstig.
Manchen ist übel. Das geht wieder weg.
Sagen Sie es, wenn Sie Schmerzen haben.
Sie bekommen dann etwas dagegen.
Fragen Sie, ob Ihre Begleitung zu Ihnen darf.

Hier werden Sie besonders genau beobachtet.
Geräte messen Ihr Herz und Ihre Atmung.
Es ist oft laut und meistens hell.
Vielleicht können Sie gerade nicht sprechen.
Dann brauchen Sie ein Zeichen für Ja und für Nein.
Und eine Tafel zum Zeigen.
Sagen Sie Bescheid bei Schmerzen oder Durst.
Oder wenn Sie anders liegen möchten.

Der Befund ist das Ergebnis der Untersuchung.
Darin steht, was gefunden wurde.
Oft steht das in schweren Wörtern.
Sie dürfen sich den Befund erklären lassen.
Sie dürfen fragen: Was heißt das für mich?
Sie dürfen so lange fragen, bis es klar ist.
Und Sie dürfen den Befund mitnehmen.

Der Arzt-Brief geht von einer Praxis an eine andere.
Zum Beispiel vom Krankenhaus an Ihre Haus-Praxis.
Darin steht, was untersucht und gemacht wurde.
Der Brief ist für Fach-Leute geschrieben.
Sie dürfen ihn trotzdem lesen.
Es ist ein Brief über Sie.
Sie dürfen um eine Kopie bitten.

Sie sind unsicher, ob eine Behandlung richtig ist?
Dann dürfen Sie eine andere Praxis fragen.
Das nennt man zweite Meinung.
Die erste Praxis erfährt das nicht von allein.
Niemand ist Ihnen deswegen böse.
Nehmen Sie Ihre Befunde mit.
Bei manchen Behandlungen zahlt die Kranken-Kasse das.
Fragen Sie vorher bei Ihrer Kranken-Kasse nach.

Wenn ein Wort hier fehlt

Diese Seite wächst: 81 Begriffe aus dem, was am häufigsten vorkommt. Es gibt viel mehr – im Krankenhaus, in der Therapie, bei besonderen Erkrankungen.

Wenn Ihnen ein Wort fehlt, schreiben Sie uns. Wir nehmen es auf, erklären es in Einfacher Sprache und machen ein Bild dazu. Das kostet Sie nichts.

Zwei Dinge helfen uns dabei: Bei welcher Gelegenheit ist Ihnen das Wort begegnet – und was hätten Sie an dieser Stelle gerne gewusst?

Wenn es um Schmerzen geht, hilft die Seite Wo tut es weh?: Dort lassen sich Ort, Art, Stärke und Dauer zusammenstellen und ausdrucken.

Wort vorschlagen

Hier stehen 81 Wörter.
Es gibt aber noch viel mehr.

Fehlt Ihnen ein Wort?
Dann schreiben Sie uns.

Geht es um Schmerzen?
Dann hilft die Seite
Wo tut es weh?

Wir erklären es in Einfacher Sprache.
Und wir machen ein Bild dazu.
Das kostet nichts.

E-Mail schreiben

Wie diese Seite gemacht ist

Die Erklärungen sind in Einfacher Sprache geschrieben: kurze Sätze, ein Gedanke pro Zeile, keine Fremdwörter ohne Erklärung. Sie beschreiben den üblichen Ablauf – im Einzelfall kann es anders sein, und die Praxis erklärt Ihnen das.

Wo etwas unangenehm ist, steht das auch da. Wir haben bewusst nicht geschrieben, dass alles harmlos sei: Wer eine Darmspiegelung als „kein Problem“ angekündigt bekommt und dann die Vorbereitung erlebt, vertraut beim nächsten Mal weniger.

Die Bilder sind eigens für diese Seite entstanden. Sie zeigen ruhige, würdevolle Situationen – keine Nadeln in Nahaufnahme, kein Blut, keine erschrockenen Gesichter. Ein Bild, das Angst macht, erklärt nichts.

Die Texte sind in Einfacher Sprache.
Kurze Sätze. Ein Gedanke pro Zeile.

Wir schreiben auch, wenn etwas unangenehm ist.
Wir sagen nicht: Das ist alles ganz einfach.
Denn das wäre gelogen.

Die Bilder sind extra für diese Seite gemacht.
Sie zeigen ruhige Situationen.
Kein Blut. Keine Angst.

Weiterlesen