1.0×
Schrift
Kontrast

Für Familien

Ihr Kind kommuniziert anders? Hier finden Sie den Weg zur passenden Kommunikationslösung – Schritt für Schritt, mit Werkzeugen, Fachwissen und einer kostenlosen Erstberatung.

Der erste Schritt ist kostenlos und unverbindlich.

Der erste Schritt kostet nichts.
Sie müssen danach nichts kaufen.

Gilt für Deutschland: Die Angaben zu Antrag und Finanzierung folgen dem deutschen Sozialrecht (§ 33 SGB V, Produktgruppe 16). In anderen Ländern gelten andere Regeln – die Inhalte und Apps selbst lassen sich überall nutzen.
Diese Regeln gelten in Deutschland.
In anderen Ländern gelten andere Regeln.
Die Geräte und Apps kann man überall benutzen.

Ihr Kind spricht nicht?

Wenn ein Kind nicht oder nur wenig spricht, ist das für Familien oft eine große Herausforderung. Vielleicht haben Sie schon viele Ärzte besucht, Therapien ausprobiert und sich gefragt: Wird mein Kind jemals sagen können, was es denkt und fühlt?

Die gute Nachricht: Jedes Kind hat etwas zu sagen. Und es gibt Wege, die Kommunikation zu ermöglichen – auch ohne Lautsprache. Das Fachgebiet heißt Unterstützte Kommunikation. Dabei geht es darum, Menschen mit Hilfe von Symbolen, Gebärden, Kommunikationstafeln oder Sprachcomputern eine Stimme zu geben.

Unterstützte Kommunikation ersetzt nicht die Lautsprache – sie ergänzt sie. Studien zeigen: Unterstützte Kommunikation hemmt die Lautsprache nicht – manche Kinder, die mit einem Sprachcomputer starten, beginnen später auch mehr zu sprechen. Der wichtigste Schritt ist, jetzt anzufangen. Denn Kommunikation ist ein Grundbedürfnis – und ein Recht Ihres Kindes.

Ihr Kind spricht nicht oder nur wenig?
Das ist für viele Familien schwer.
Aber es gibt Hilfe!

Es gibt besondere Geräte und Programme.
Damit kann Ihr Kind sagen, was es denkt.
Das heißt: Unterstützte Kommunikation.

Unterstützte Kommunikation hilft Ihrem Kind, sich mitzuteilen.
Zum Beispiel mit Bildern auf einem Tablet.
Oder mit einem Sprach-Computer.
Der wichtigste Schritt: Jetzt anfangen!

Wie wir helfen

AssistUK stellt Familien Werkzeuge und Wissen für den Weg zur passenden Kommunikationslösung bereit – und in der Praxis kommunikation+ in Freiburg gibt es persönliche Beratung. Unser Angebot umfasst:

So helfen wir Ihrer Familie:

Kostenlose Erstberatung

Wir hören zu, lernen Ihr Kind kennen und besprechen gemeinsam, welche Möglichkeiten es gibt. Unverbindlich und kostenlos – damit Sie wissen, wo Sie stehen und was die nächsten Schritte sein können.

Wir reden mit Ihnen über Ihr Kind.
Das erste Gespräch kostet nichts.

Kostenlosen Termin buchen →

Hilfsmittel-Antrag: Informationen & Werkzeuge

Ein Sprachcomputer oder Tablet mit Kommunikations-Software kann von der Krankenkasse bezahlt werden. Auf unserer Website erklären wir Schritt für Schritt, wie der Antrag funktioniert. Unsere kostenlosen Werkzeuge – der Antrags-Assistent und der Vokabular-Finder – erstellen Ihnen eine Checkliste und eine fachliche Argumentationshilfe für die Begründung. Die Versorgung selbst – Erprobung, Antragstellung und Lieferung – sowie die Beratung zu Grid mit den AssistUK-Inhalten laufen über Hilfsmittelversorger wie REHAVISTA und deren Partnerfirmen.

Die Kranken-Kasse kann einen Sprach-Computer bezahlen.
Auf unserer Internet-Seite erklären wir den Antrag.
Unsere Werkzeuge helfen bei der Begründung.
Den Sprach-Computer bekommen Sie von REHAVISTA und Partner-Firmen.

Mehr zum Hilfsmittel-Antrag →

Vokabulare für Grid

Wir entwickeln Kommunikations-Vokabulare für die Software Grid von Smartbox. Ob Symbole, Schrift oder eine Kombination – wir finden das richtige Vokabular für Ihr Kind. Grid läuft auf dem Windows-PC oder auf dem iPad – so lässt sich eine flexible Lösung finden, die zu Ihrem Kind und Ihrem Alltag passt. Unser Vokabular-Finder hilft Ihnen dabei.

Wir machen Sprach-Programme für die Software Grid.
Wir finden das richtige Programm für Ihr Kind.
Grid gibt es für den Windows-PC und für das iPad.

Zum Vokabular-Finder →

Kostenlose Apps zum Ausprobieren

Ohne Installation, direkt im Browser. Klassische Spiele bietet zusätzlich EyePlayground.

Es gibt kostenlose Apps zum Ausprobieren.
Die Apps machen Spaß.

Alle Apps & Tools

Häufige Fragen von Familien

Wird mein Kind weniger motiviert sein zu sprechen, wenn es Unterstützte Kommunikation nutzt?

Nein, das ist eine häufige Sorge – aber die Forschung zeigt: Unterstützte Kommunikation hemmt die Sprachentwicklung nicht – oft unterstützt sie sie sogar. Kinder, die Unterstützte Kommunikation nutzen, entwickeln oft mehr Kommunikationskompetenz, weil sie sich effizienter ausdrücken können und mehr Motivation haben mitzumachen. Unterstützte Kommunikation ist eine Ergänzung zur Lautsprache, nicht ihr Ersatz.

Ab welchem Alter kann Unterstützte Kommunikation eingesetzt werden?

Unterstützte Kommunikation kann in jedem Alter beginnen – vom Kleinkind bis ins hohe Erwachsenenalter. Schon Kleinkinder können von Gebärden, Symbolen und Modelling profitieren – UK-Angebote können von Anfang an Teil des Alltags sein. Entscheidend ist nicht das Alter – es gibt keine Voraussetzungen für Unterstützte Kommunikation. Jedes Kind kann sofort beginnen; die Form der Unterstützung wird individuell angepasst. Eine kostenlose Erstberatung kann klären, welche Form der Unterstützung zu Ihrem Kind passt.

Was kostet eine Beratung?

Die Erstberatung ist kostenlos. Sie findet in den Räumen von kommunikation+ in Freiburg statt und richtet sich an Kinder mit UK-Bedarf. In diesem Gespräch lernen wir Ihr Kind und Ihre Situation kennen und geben erste Empfehlungen. Weiterführende Beratung ist kostenpflichtig – die Konditionen stehen in unseren AGB. Mehr Informationen finden Sie auf unserer Kosten-Seite.

Übernimmt die Krankenkasse das Hilfsmittel?

Ja, in der Regel. Kommunikationshilfsmittel sind Leistungen der Krankenkasse gemäß § 33 SGB V, wenn ein ärztliches Rezept vorliegt und das Hilfsmittel im Einzelfall medizinisch notwendig ist; über die Kostenübernahme entscheidet die Krankenkasse. Unsere kostenlosen Werkzeuge helfen Ihnen dabei: Der Vokabular-Finder erstellt eine fachliche Argumentationshilfe für die Begründung, der Antrags-Assistent eine Schritt-für-Schritt-Checkliste. Die eigentliche Antragstellung und Versorgung läuft über den Hilfsmittelversorger (z. B. REHAVISTA und deren Partnerfirmen). Weitere Informationen: Hilfsmittel-Beantragung.

Wie lange dauert es bis zum Hilfsmittel?

Im günstigen Fall etwa 5–8 Wochen, häufig 2–4 Monate – je nach Erprobung, Prüfung durch den Medizinischen Dienst und ggf. Widerspruch. Der Prozess sieht so aus: Beratung (1–2 Wochen) → ärztliches Rezept → Antragstellung (1–2 Wochen) → Genehmigung durch die Krankenkasse (3–5 Wochen) → Hilfsmittel kommt an → Einrichtung und Setup. Jede Situation ist unterschiedlich, daher kann es schneller oder langsamer gehen.

Was ist, wenn der Antrag abgelehnt wird?

Sie haben das Recht, Widerspruch einzulegen (Frist: 1 Monat ab Ablehnung). Dabei helfen fachliche Argumentationshilfen (z. B. aus dem Vokabular-Finder) und eine neue Dokumentation. Für eine rechtliche Beratung können Sozialverbände wie VdK oder SoVD unterstützen. Das Verfahren vor dem Sozialgericht ist für Versicherte gerichtskostenfrei (§ 183 SGG); Kosten für eine eigene anwaltliche Vertretung können entstehen. Zusammengefasst: Sie sind nicht allein – und eine Ablehnung ist nicht das Ende.

Wird mein Kind weniger sprechen, wenn es Unterstützte Kommunikation nutzt?

Nein. Unterstützte Kommunikation schadet dem Sprechen nicht.
Oft hilft Unterstützte Kommunikation sogar beim Sprechen.
Unterstützte Kommunikation ist nicht statt Sprechen.
Unterstützte Kommunikation ist zusammen mit Sprechen.

Wann kann Unterstützte Kommunikation beginnen?

Unterstützte Kommunikation kann in jedem Alter beginnen.
Es gibt keine Voraussetzungen.
Wir finden zusammen die passende Form für Ihr Kind.

Was kostet die Beratung?

Für Kinder in Freiburg ist das erste Gespräch kostenlos.
Weitere Gespräche kosten Geld.
Die Preise stehen in den AGB.

Zahlt die Krankenkasse?

Ja, meist zahlt die Kranken-Kasse.
Der Arzt schreibt ein Rezept.
Dann können Sie den Antrag stellen.

Wie lange dauert es?

Es dauert oft einige Wochen.
Manchmal dauert es auch einige Monate.
Dann hat Ihr Kind das Hilfsmittel.

Was wenn der Antrag abgelehnt wird?

Sie können Widerspruch machen.
Dafür haben Sie 1 Monat Zeit.
Es gibt fachliche Hilfen für den Widerspruch.
Das Gericht kostet Sie kein Geld.
Ein eigener Anwalt kann aber Geld kosten.

Erste Schritte

Sie möchten etwas für Ihr Kind tun, wissen aber nicht genau, wo Sie anfangen sollen? Hier ist ein einfacher Fahrplan:

  1. Termin buchen. Am schnellsten geht es über unsere Terminseite – dort buchen Sie direkt einen kostenlosen Ersttermin. Sie können uns auch eine E-Mail schreiben oder das Kontaktformular nutzen; erzählen Sie uns kurz von Ihrem Kind, wir melden uns in der Regel innerhalb von zwei bis drei Werktagen zurück.
  2. Kostenlose Erstberatung. In einem kurzen Erstgespräch – vor Ort in unserer Praxis in Freiburg – lernen wir Ihr Kind und Ihre Situation kennen und besprechen erste Möglichkeiten der Unterstützten Kommunikation.
  3. Ausprobieren. Wir zeigen Ihnen und Ihrem Kind verschiedene Lösungen; unser Material darf Ihr Kind in Ruhe ausprobieren – denn eine gute Lösung ist die, die im Alltag funktioniert. Die Erprobung von Kommunikationsgeräten selbst läuft über den Hilfsmittelversorger, z. B. REHAVISTA und deren Partnerfirmen.
  4. Hilfsmittel beantragen. Wenn ein Sprachcomputer oder Tablet das Richtige ist, stellt der Versorger – z. B. REHAVISTA und deren Partnerfirmen – den Antrag bei der Krankenkasse. Die fachliche Argumentationshilfe für die Begründung liefert unser Vokabular-Finder.
  5. Begleitung. Bei Fragen zum Gerät und beim technischen Support sind REHAVISTA und deren Partnerfirmen als Versorger Ihre erste Anlaufstelle. Rund um die Inhalte lassen wir Sie nicht allein: Kostenlose Anleitungen und Werkzeuge unterstützen beim Einrichten und beim Anpassen des Vokabulars, und im Komm-Café können Sie sich austauschen und Neues ausprobieren. Bei fachlichen Fragen zu Vokabular und Kommunikation erreichen Sie uns zusätzlich per E-Mail.

So geht es los:

  1. Schreiben Sie uns eine Nachricht.
  2. Wir reden über Ihr Kind. Das erste Gespräch kostet nichts. Es geht bei uns in Freiburg oder kurz online.
  3. Ihr Kind darf unser Material ausprobieren. Sprach-Computer bekommt man beim Versorger zum Ausprobieren. Die Firma entscheidet, ob das geht.
  4. Beim Antrag hilft unser Vokabular-Finder mit der Begründung. Den Antrag stellt der Versorger.
  5. Auch danach gibt es Hilfen und Anleitungen. Bei Fragen zum Gerät hilft REHAVISTA. Bei Fragen zum Vokabular schreiben Sie uns.

Schwere Wörter? UK-Fachbegriffe verständlich erklärt – im Glossar mit 140 Einträgen.

Gute Gesprächspartner: So gelingt Unterstützte Kommunikation zu Hause

Ob Unterstützte Kommunikation im Alltag gelingt, hängt stark davon ab, wie die Menschen drumherum sich verhalten – also von Ihnen als Familie. Die gute Nachricht: Gute Gesprächspartnerschaft ist lernbar, keine Charakterfrage. Diese Bausteine helfen häufig im Familienalltag:

  • Vormachen: Zeigen Sie beim Essen, Spielen oder Vorlesen selbst auf dem Gerät mit – so lernt Ihr Kind das Kommunikationsmittel wie nebenbei kennen.
  • Warten: Halten Sie Pausen aus. Eine Antwort mit Unterstützter Kommunikation braucht Zeit – sprechen Sie nicht für Ihr Kind.
  • Gut fragen: Bieten Sie echte Auswahl im Alltag an: „Apfel oder Banane?“ – und die Antwort zählt dann auch.
  • Aufgreifen: Bestätigen Sie, was Ihr Kind sagt, und erweitern Sie es um ein Wort: Aus „Ball“ wird „Ja, ein roter Ball!“
  • Dranbleiben: Beziehen Sie Geschwister und Großeltern ein – alle in der Familie sind Gesprächspartner und können mitüben.

So sieht eine gute Umgebung zu Hause aus:

  • Das Gerät ist in jedem Raum erreichbar und geladen – nie im Schrank.
  • Symbole und Kernwörter sind im Alltag sichtbar, zum Beispiel am Kühlschrank.
  • Es gibt feste Rituale, in denen Ihr Kind das Wort hat.
  • Auch Babysitter und Oma kennen die Grundregeln.

PartnerTo ist unsere kostenlose Übungs-App: Sie zeigt die acht Bausteine in kleinen Schritten – direkt im Browser, auch offline.

Sie können Ihrem Kind beim Reden helfen.
Gute Gespräche kann man lernen.

Zeigen Sie selbst auf dem Gerät.
Warten Sie in Ruhe auf die Antwort.
Sprechen Sie nicht für Ihr Kind.
Fragen Sie zum Beispiel: Apfel oder Banane?
Die Antwort von Ihrem Kind zählt.
Auch Oma und Geschwister machen mit.

Das Gerät ist immer griffbereit und geladen.
Das Gerät liegt nicht im Schrank.

Mit PartnerTo üben
PartnerTo ist ein kostenloses Übungs-Programm.

Passende Kurse

Alle Kurse sind kostenlos, ohne Anmeldung und ohne Konto. Für Familien lohnt sich der Lernpfad Unterstützte Kommunikation: Er beginnt beim Gespräch, dann kommt das gemeinsame Spielen – und daraus entstehen die ersten Wörter. Genau in dieser Reihenfolge, weil sie im Alltag trägt.

Es gibt Kurse zum Lernen.
Die Kurse sind kostenlos.
Sie brauchen kein Konto.
Der Lernpfad ist gut für Familien.
Er fängt beim Reden an.
Dann kommt das Spielen.

Lernpfad Unterstützte Kommunikation Alle Kurse

Lassen Sie uns gemeinsam starten

Sie haben Fragen oder möchten einen Beratungstermin vereinbaren? Wir freuen uns, von Ihnen zu hören. Der erste Schritt ist oft der wichtigste – und er kostet Sie nichts.

Wollen Sie mit uns reden?
Klicken Sie auf einen Knopf.
Das erste Gespräch kostet nichts.

„Erst abwarten“, „das verhindert das Sprechen“, „dafür ist es zu früh“? Was an den häufigsten Sätzen über den Start mit Unterstützter Kommunikation dran ist, klärt der Grundlagentext: „Warten hat keine Evidenz“ (PDF). Was die internationale Forschung insgesamt zur Wirksamkeit zeigt – darunter der vielfach bestätigte Befund, dass Symbole und Sprachausgabe das Sprechen nicht verhindern, sondern eher fördern –, ordnet „Belegt, nicht versprochen“ (PDF). Weitere Texte unter Downloads → Grundlagentexte.

Früh anfangen ist gut.
Und: Geräte verhindern das Sprechen nicht.
Das zeigt die Forschung.
Zwei längere Texte erklären das genau.